Flandern will Abfallimporte und Verwertung von Deponieabfällen steigern

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Brüssel (Foto: © BettinaF / http://www.pixelio.de)

Brüssel — Die belgische Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft ist vor allem in der Region Flandern sehr innovativ und weit entwickelt. In Antwerpen soll nun eine Abfallraffinerie für 3,7 Mrd. Euro entstehen, die Ammoniak und Urea gewinnt. Das stagnierende Müllaufkommen und die hohe Verwertungsquote hemmen aber bereits weiteres Wachstum. Daher soll Abfall in Zukunft wieder vermehrt importiert werden und Altdeponien werden zur Verwertung wieder geöffnet, meldet Germany Trade & Invest.

Im Jahr 2013 waren in Belgien laut neuesten amtlichen Zahlen 937 Unternehmen im Abfallsektor tätig. Die Branche ist wie in Deutschland weit entwickelt, innovativ und in nationalen und regionalen Zusammenschlüssen organisiert. Grundsätzlich ist Belgien auch für innovative ausländische Investoren ein attraktiver Standort. In Belgien sind zudem internationale Konzerne wie Veolia in der Entsorgung tätig.

Der hohe Entwicklungsstand ist aber vor allem in Flandern bereits ein Hemmnis für weiteres Wachstum, da das Abfallaufkommen stagniert und die Recyclingquoten bei vielen Wertstoffen schon vollständig oder in sehr hohem Maße ausgereizt sind. Daher hat das flämische Logistikinstitut VIL 2015 zusammen mit der regionalen Umweltagentur OVAM und 27 Häfen, Unternehmen und Vereinigungen das Projekt „Flanders Recycling Hub“ gestartet. Ziel ist es, Abfall zu importieren, umzuwandeln und den gewonnenen Wertstoff zu nutzen beziehungsweise zu exportieren. Auch bereits deponierter Müll soll nun getrennt und verwertet werden.

Der vollständige Artikel zum Thema „Belgien will zum internationalen Recycling-Hub avancieren“ kann unter gtai.de heruntergeladen werden.

Quelle: Germany Trade & Invest