HWWI: Preise für Industrierohstoffe sanken im Mai

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex hat sich im Mai kräftig erhöht. Nachdem der Index in den drei Monaten zuvor gestiegen war, setzte sich der Anstieg auch im Mai fort. So verzeichnete der Gesamtindex in Dollar-Notierung einen Anstieg im Monatsvergleich um 9 % (in Euro: +9,4 %). Ein Großteil dieser Aufwärtsbewegung erklärt sich durch Preissteigerungen bei Rohstoffen für Nahrungsmittel und bei Rohöl. Dagegen verbilligten sich im Index Eisenerz, NE-Metalle und Kautschuk. So sank der Index für Industrierohstoffe um 1 % (in Euro: -0,7 %).

Nachdem die Preise für Industrierohstoffe drei Monate hintereinander angestiegen waren, sanken sie im Monatsdurchschnitt Mai. Insbesondere Eisenerz um 8,1 % (in Euro: -7,8 %) und Kautschuk um 7,9 % (in Euro: -7,7 %) verbilligten sich. Mit der Ausnahme von Zink, das sich leicht um 1,4 % (in Euro: +1,7 %) verteuerte, gaben die Preise für NE-Metalle nach. So sank der Index für NE-Metalle um 1 % (in Euro: -0,7 %). Vor allem Kupfer verbilligte sich um 2,6 % (in Euro: -2,3 %), da die chinesische Kupfernachfrage nachließ.

Bislang hatte sich Eisenerz zuvor vier Monate hintereinander verteuert und verbilligte sich nun, da mit Hilfe einer neuen Regulierung an der chinesischen Rohstoffbörse Dalian Commodity Exchange der Handel von Eisenerz eingeschränkt wurde, um starken Preisausschlägen aufgrund von Spekulation vorzubeugen. Gleichzeitig wirkte auch der Angebotsüberhang auf dem Stahlmarkt preissenkend, da er die Aussichten für die zukünftige Eisenerznachfrage verschlechtert. Von Anfang bis Ende Mai hat sich Eisenerz um rund 24 % verbilligt.

Quelle: Hamburgisches WeltwirtschaftsInstitut