Landes- und Europapolitik zeigen starkes Interesse an der Kreislaufwirtschaft

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Quelle: BDE

Berlin/München — Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. ist erfolgreich in die Weltleitmesse für Umwelttechnik IFAT gestartet. Bereits am Eröffnungstag begrüßte BDE-Präsident Peter Kurth hochrangige Gäste aus der Landes- und Europapolitik. Außerdem stellte der Verband die Initiative „Pro Kreislaufwirtschaft – Mittelstand erhalten!“ vor.

Am Vormittag besuchten Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf und ihr nordrhein-westfälischer Amtskollege Johannes Remmel den Messestand des Branchenverbandes. BDE-Präsident Kurth übergab beiden Politikern die vom BDE und anderen Partnern beauftragte Studie „Branchenbild der deutschen Kreislaufwirtschaft“. Kurth sagte: „Mit 70 Milliarden Euro Umsatz im Jahr und einer Wertschöpfung von 25 Milliarden Euro im Jahr ist die Kreislaufwirtschaft zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für Deutschland geworden. Es ist sehr erfreulich, dass auch die Politik die Bedeutung erkennt.“ Später begrüßte Kurth EU-Kommissar Günther Oettinger. Oettinger hob die Bedeutung der Digitalisierung für die Kreislaufwirtschaft hervor.

Zeitgleich stellte der Verband die Initiative „Pro Kreislaufwirtschaft – Mittelstand erhalten!“ vor. Der Zusammenschluss von Unternehmen aus der Kreislaufwirtschaft will die Anerkennung für die privaten Unternehmen der Branche und ihre Mitarbeiter stärken. Außerdem will sie ein deutliches Zeichen gegen Verstaatlichung setzen und sich für fairen Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Unternehmen stark machen.

BDE-Präsident Peter Kurth sagte am Rande der IFAT: „Es kann einfach nicht sein, dass ein Arbeitsplatz bei einem privaten Unternehmen weniger wert sein soll als bei einem öffentlichen Unternehmen. Deshalb gilt es, steuerliche Diskriminierungen für den Mittelstand unserer Branche abzubauen.“

Informationen zur neuen Brancheninitiative unter www.pro-kreislaufwirtschaft.de.

Quelle: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.