Alufolien: Nachfrage in Europa legt zu, doch Exporte bleiben unter Druck

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Alufolien-Lager (Foto: European Aluminium Foil Association e.V. )

Düsseldorf — Nach einer längeren Phase gemischter oder rückläufiger Ergebnisse weisen die Ablieferungen der europäischen Alufolienlieferanten im ersten Quartal dieses Jahres darauf hin, dass die Binnennachfrage wächst. Die Exporte blieben jedoch aufgrund des starken Wettbewerbs von nicht-europäischen Produzenten unter Druck. Die Gesamtmenge ging um 0,6 Prozent auf 217,000 Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum (218,500 t) zurück, teilt der europäische Alufolienverband EAFA mit.

Nach den Rückgängen seit Mitte 2014 verzeichnete die Produktion dünner Folie, die vor allem für flexible Verpackungen und Haushaltsfolie verwendet wird, erstmals wieder einen wenn auch nur leichten Anstieg von 0,1 Prozent. Dies ist auf die Erholung der europäischen Binnennachfrage zurückzuführen, die um 2,2 Prozent zulegte. Dem stand ein Rückgang in den Ablieferungen von dickerer Folie um 2,2 Prozent gegenüber. Dieser Folientyp, der stärker exportabhängig ist, wird vor allem für halbstarre Behälter und technische Anwendungen genutzt.

Die Exporte beeinflussen die Gesamtleistung jedoch negativ: In den ersten drei Monaten 2016 gingen die Ablieferungen an Alufolie in außereuropäische Länder um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Der Absatz der europäischen Anbieter bleibt laut EAFA angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch Produzenten außerhalb Europas weiter unter Druck. Da die Exporte jedoch einen geringeren Anteil am Gesamtmarkt ausmachen, hat eine nachhaltig verbesserte heimische Nachfrage größeren Einfluss.

Guido Aufdemkamp, Geschäftsführer der EAFA, erläuterte: „Diese Absatzzahlen spiegeln eine positive Entwicklung wider. Die europäische Wirtschaft erholt sich, wie die steigende Nachfrage nach Alufolie im Heimatmarkt zeigt, in dem die meisten unserer Verkäufe getätigt werden.“

„Die Tatsache, dass der Nachfragerückgang bei dünner Folie nach langer Zeit gestoppt wurde, ist für den weiteren Jahresverlauf ebenfalls sehr ermutigend“, ergänzte er. „Die zunehmende Konkurrenz im Exportgeschäft wird sich kurz- bis mittelfristig nicht ändern. Aber es ist gut, dass wir uns auf eine Erholung in unseren Heimatmärkten stützen können, die Zeichen eines nachhaltigen Wachstums erkennen lassen.“

Quelle: European Aluminium Foil Association e.V.