Nass-Shredder HGM: Herbold Meckesheim stellt Neuerungen vor

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Herbold Nass-Shredder HGM 60200 (Foto: Herbold Meckesheim)

Meckesheim — Neue Lösungen für das Waschen, Trennen und Trocknen von Kunststoffabfällen, die sich durch geringere Betriebskosten und höheren Wirkungsgrad auszeichnen, stellt Herbold Meckesheim auf der IFAT in München vor.

Im Vordergrund steht der Herbold Nass-Shredder HGM. Die Neuerung: Beim HGM wird bereits beim Vorzerkleinern Wasser zugegeben. Bisher wurden nur die für die Nachzerkleinerung eingesetzten Schneidmühlen mit Wasser beaufschlagt. Diese Technik machte Herbold vor etwa 25 Jahren marktfähig und setzte damit Maßstäbe. Jetzt wird diese Technik auch bei der Vorzerkleinerung eingesetzt, denn die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Verschleiß, keine Schnittverschweißung durch optimale Kühlung beim Zerkleinerungsvorgang und eine sehr effektive Abscheidung schon in der ersten Verfahrensstufe.

Der Herbold Nass-Shredder ist innen mit auswechselbaren Verschleißplatten ausgerüstet und shreddert das Aufgabematerial unter gleichzeitiger Zugabe von Waschwasser. Die ersten Verunreinigungen werden schon im ersten Prozess-Schritt abgewaschen. Vor allem bei stark verschmutztem Material, wie z. B. Landwirtschaftsfolie eignet sich diese Technik hervorragend. Aber auch bei Post-consumer Folien aus dem Haushaltsbereich werden durch diese Technik Messerstandzeiten erreicht, die einen wesentlich kostengünstigeren Betrieb erlauben. Auch Problemmaterialien wie z. B. Holz- und Papieranteile im Input können durch das Nassshreddern besser gehandhabt werden, weil sie intensiver benetzt werden.

Die weiteren Entwicklungen wie Vorwascheinheiten, Schneidmühlen mit Zwangsbeschickung, Heißwaschstufen mit Ultrafiltration und Hydrozyklontrennstufen reduzieren Energiekosten, Frischwasser- und Energiebedarf und steigern gleichzeitige die Qualität des Endprodukts.

Die Herbold Vorwascheinheit VWE 600 /2 trennt z.B. in drei integrierten Verfahrensschritten Fremdkörper wie Steine, Metalle, Glas, Sand vom Shredder ab, unterzieht das Aufgabematerial einem intensiven Waschprozess und lässt in der dritten Stufe weitere freigelegte Fremdkörper absinken.

Beide Prozesseinheiten reduzieren die Verschleiß- und Wartungskosten nicht nur der ersten Stufe im Vergleich zu einer Trockenaufbereitung, sondern auch in den nachfolgenden Verfahrensstufen einer Waschanlage. Die eigentliche Waschanlage wird nicht länger mit extremen Verschmutzungen belastet, die Komponenten halten länger und die Endproduktqualität verbessert sich.

Herbold Meckesheim hat jetzt mehrere Folienwaschanlagen aufgerüstet durch Einbau einer Hydrozyklon-Trennstufe anstelle der vorher vorhandenen Trenntanks. In allen Fällen wurde die Qualität der gewaschenen Folienflakes deutlich verbessert, die Kunden freuen sich über längere Standzeiten am Schmelzfilter und blasen aus dem Regranulat erfolgreich dünnere Folien als früher.

Das Material aus der Hydrozyklon-Trennstufe ist einfach sauberer, weniger Schmutz, weniger Fremdmaterial, es macht weniger Probleme in der Weiterverarbeitung und es erzielt bessere Preise. Warum? Der Trenntank trennt mit einfacher Erdbeschleunigung (1 g), der Hydrozyklon mit vielfacher (18 g).

Quelle: Herbold Meckesheim GmbH