Abfallwirtschaft: Niederländische Unternehmen leiden weiter unter Preisdruck

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Flagge der Niederlande (Foto: ©Peter von Bechen / http://www.pixelio.de)

Den Haag, Niederlande — Die Entsorgungs- und Recyclingbranche in den Niederlanden bietet Geschäftschancen für deutsche Unternehmen, obwohl das sinkende Abfallaufkommen und der Preisdruck dem Sektor auch 2015 zusetzten. Neben der Entwicklung neuer Technologien bergen auch Übernahmen und Fusionen gutes Potenzial. Die „Waste-to-Energy“-Anlagen im Land sind zu einem wesentlichen Teil auf Importe angewiesen. Die Branche berichtet von allmählich wieder steigenden Tarifen, meldet Germany Trade & Invest.

Die rückläufige Abfallmenge führte zu Überkapazitäten, insbesondere bei den insgesamt zwölf „Waste-to-Energy“-Anlagen des Landes. Um die Kapazitäten auszulasten, sind Einfuhren in den letzten Jahren stärker in den Vordergrund gerückt. Die Niederlande entwickelten sich zum führenden Müllimporteur innerhalb der EU. Allerdings beschäftigt die strukturelle Verminderung von Abfallströmen die Unternehmen der Abfallwirtschaft. Traditionelle Betriebe leiden unter den sinkenden Volumina. Allerdings entstehen daraus auch Chancen für Spezialisten, die etwa Textilien, Papier und Kunststoffe wiederverwerten.

Im niederländischen Abfallsektor häufen sich derzeit Fusionen und Übernahmen. Selten fanden so viele Versteigerungen und Verkäufe von Abfallentsorgungs- und bearbeitungsunternehmen, sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene, statt. Auch nach der Fusionswelle gehören die Unternehmen Suez Nederland, Shanks und van Gansewinkel sowie Attero en AVR zu den führenden Firmen.

Quelle: Germany Trade & Invest