Q1/2016: Mayr-Melnhof Gruppe behauptet sich in verhaltenem Marktumfeld

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Quelle: Mayr-Melnhof Karton AG

Wien — Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte sich im ersten Quartal 2016 trotz eines deutlich verhaltenen Marktumfeldes solide behaupten. In beiden Divisionen gelang ein Anstieg des Geschäftsvolumens und damit eine insgesamt gute Auslastung der Werke. Die Akquisition einer Faltschachtelgruppe in Frankreich Ende Oktober letzten Jahres lieferte einen erwarteten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Bei weitgehend stabiler Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten konnte mit hoher Preisdisziplin und Kosteneffizienz die Ergiebigkeit des Geschäftes von MM Karton und MM Packaging auf dem guten Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Infolge anhaltend fehlender gesamtwirtschaftlicher Impulse ist die aktuelle Situation auf den betreffenden Märkten durch eine weitere Reduktion der Visibilität und daher hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Im Vordergrund stehen die bestmögliche Absicherung des Ertragsniveaus sowie die Behauptung bzw. der Ausbau unserer Marktanteile.

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns stiegen um 7,9 Prozent bzw. 42,1 Mio. € auf 576,0 Mio. € (Q1 2015: 533,9 Mio. €). Diese Zunahme resultiert aus einem höheren Geschäftsvolumen in beiden Divisionen. Analog gelang beim betrieblichen Ergebnis ein Anstieg um 8,7 Prozent bzw. 4,4 Mio. € auf 55,2 Mio. € (Q1 2015: 50,8 Mio. €). Folglich konnte die Operating Margin des Konzerns mit 9,6 Prozent auf dem guten Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres (Q1 2015: 9,5 Prozent) gehalten werden. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich somit um 11,8 Prozent auf 53,2 Mio. € (Q1 2015: 47,6 Mio. €).

Geschäftsbereich MM Karton

Entwickelte sich die Nachfrage auf den europäischen Kartonmärkten in den ersten drei Monaten 2016 noch stetig, zeigt sie sich jedoch aktuell ohne jeden Schwung. In einem entsprechend wettbewerbsintensiven Umfeld liegt der Schwerpunkt auf der Behauptung von Preisniveaus und Marktanteilen.

Der durchschnittliche Auftragsstand von MM Karton belief sich auf rund 57.000 Tonnen nach 85.000 Tonnen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit 97 Prozent lag die Auslastung der Kartonmaschinen leicht unter dem Vorjahr (Q1 2015: 99 Prozent). Geplante Abstellmaßnahmen für notwendige Instandhaltungen sowie Investitionsprojekte waren die wesentlichen Gründe.

Auf den Beschaffungsmärkten verzeichneten die meisten Inputfaktoren in den ersten Monaten 2016 eine weitgehend stabile Entwicklung. Die Altpapierpreise sind von den Höchstwerten des Vorjahres zurückgegangen und bewegen sich seither seitwärts auf hohem Niveau.

Mit 419.000 Tonnen bzw. 427.000 Tonnen wurde leicht mehr produziert und verkauft als im Vorjahr (Q1 2015: 415.000 Tonnen bzw. 421.000 Tonnen). Hiervon wurden 81 Prozent auf den europäischen Märkten und 19 Prozent außerhalb Europas abgesetzt (Q1 2015: 82 Prozent; 18 Prozent).

Geschäftsbereich MM Packaging

Die Nachfrage auf dem europäischen Faltschachtelmarkt zeigte sich im ersten Quartal 2016 weiter durchwegs verhalten. Auch Kernmärkte wie Deutschland blieben bisher ohne Auftrieb, wodurch die aktuelle Entwicklung anhaltend gedämpft wird.

Vor diesem Hintergrund gelang MM Packaging im ersten Quartal dennoch eine insgesamt gute Auslastung der Werke. Den wesentlichen Wachstumsbeitrag gegenüber dem Vorjahr lieferte vor allem die Akquisition in Frankreich, welche seit Ende Oktober letzten Jahres in die Division miteinbezogen wird.

Die verarbeitete Tonnage wuchs um 3,8 Prozent von 182.000 Tonnen auf 189.000 Tonnen, das Bogenäquivalent um 11,8 Prozent von 503,0 Mio. auf 562,2 Mio.

Ausblick

Der Blick nach vorne zeigt zunehmend herausfordernde Rahmenbedingungen. Die Visibilität der Nachfrage auf den Karton- und Faltschachtelmärkten ist aktuell spürbar kurzfristiger geworden und die Situation damit weiter wettbewerbsintensiv. Das Festhalten an einer konsequenten Preispolitik vor Kapazitätsauslastung bleibt Priorität. Die starke Ergebnisentwicklung im ersten Quartal wird daher eine Herausforderung für die Folgequartale.

Weitere Details sind unter mayr-melnhof.com erhältlich.

Quelle: Mayr-Melnhof Karton AG