Gesamtmenge der Sonderabfälle in Niedersachsen 2015 um 8 Prozent gesunken

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Quelle: Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH (NGS)

Hannover — Die Gesamtmenge der im Jahr 2015 im Rahmen der Andienungspflicht abgerechneten gefährlichen Abfälle zur Beseitigung ist um 8 Prozent auf 1.539.000 t im Vergleich zum Vorjahr (1.665.000 t) gesunken. Das teilt die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH mit.

Das Mengenbild wird unverändert dominiert durch die leicht rückläufige Abfallart „Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten“, die fast ein Drittel der Gesamtmenge ausmacht. Für Produktionsabfälle besteht nach wie vor eine gleichbleibende Tendenz, allerdings abfallschlüsselbezogen vereinzelt mit deutlichen Abweichungen nach unten (z.B. Filterstäube)und oben (z.B. Farb- und Lackabfälle). Deutlich angestiegen sind auch Prozess- und Lagerstättenwässer sowie Rückstände aus Behandlungsanlagen. Die mineralischen Abfälle sind seit jeher projektabhängig und unterliegen starken Schwankungen. Erwartungsgemäß war die Abfallart Gleisschotter stark rückläufig; alle anderen Abfallarten blieben durchweg auf hohem Niveau.

Die Mengen der Bau- und Abbruchabfälle sind – im Wesentlichen bedingt durch Gleisschotter – um 14 Prozent gesunken; ihr Anteil an der Gesamtmenge fällt dadurch um 5 Prozent auf 64 Prozent. Gefährliche Stoffe enthaltende Abfälle aus der physikalischen und chemischen Weiterverarbeitung von nichtmetallhaltigen Bodenschätzen sind mit 30.000 t mengenrelevant. Außerdem haben die leicht gestiegenen andienungspflichtigen Ölabfälle mit 6 Prozent, die leicht steigenden Industrieabfallmengen aus Kapitel 6–7 mit 4 Prozent, die leicht gesunkenen Mengen aus der Oberflächenbehandlung mit jeweils 3 Prozent sowie die fast wieder auf 2013er-Niveau stark angewachsenen Mengen aus Abfallbehandlungsanlagen mit 11 Prozent wesentlich zum Abfallaufkommen beigetragen.

Bei der Aufteilung nach Entsorgungswegen hat die chemisch-physikalische Behandlung mit 48 Prozent (Vorjahr 49,6 Prozent) nach wie vor den größten Anteil; hiervon betreffen durch den Rückgang bei Bau- und Abbruchabfällen aber nur noch zwei Drittel die Bodenbehandlung. Bei der oberirdischen Deponierung ist die Menge auf 41 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent) prozentual angestiegen, in der Menge jedoch leicht gesunken. Stärker rückläufig ist die untertägige Deponierung mit nunmehr 2 Prozent (Vorjahr 3,6 Prozent) der Gesamtmenge. Die übrigen Entsorgungswege sind mengenmäßig weitgehend unverändert, wobei die Sonderabfallverbrennung bei 7 Prozent und die Hausmüllverbrennung bei 2 Prozent liegen.

Weitere Informationen sind unter ngsmbh.de erhältlich.

Quelle: Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH