Rußpartikelfilter: Neukauf oder professionelle Reinigung?

696
Auspuff (Foto: ©Gabi Eder /http://www.pixelio.de)

Bielefeld — Der Markt für die Beschaffung von neuen Dieselpartikelfiltern dürfte im dreistelligen Millionenbereich liegen und hat damit erhebliche finanzielle Bedeutung. Die Reinigung von Rußpartikelfiltern bringt für den Endkunden erhebliche Einsparungen. Für die Hersteller bedeutet das gleichzeitig entsprechende Umsatzverluste. Es ist darum verständlich, wenn aus dieser Richtung immer wieder Zweifel an der Wirksamkeit der Partikelfilterreinigung vorgetragen werden.

Ähnliche Aussagen zeigt z.B. ein Bericht des ADAC, in dem die Partikelfilterreinigung weniger empfohlen wird als der Einbau eines neuen Dieselpartikelfilters. Der Preis für neue PKW-Filter guter Qualität beträgt ca. 1.000 bis 4.500 €. Der Pauschalpreis, den beispielsweise die mycon GmbH für DPF-Reinigung mittels eines geprüften Verfahrens, Prüfung durch Differenzdruckmessung, Gewichtsprüfung vor und nach der Reinigung sowie Dokumentation anbietet, beträgt nach eigenen Aussagen 296,77 € inkl. MwSt. und sämtlicher Transportkosten.

Kritisch: Neuverschweißung und TÜV-zertifizierte Reinigung

Die Partikelfilterreinigung wird mittlerweile von vielen Firmen angeboten. Inwiefern hier Kompetenz und wirkliche Reinigungs- / Prüfungsfähigkeit vorhanden sind, kann normalerweise kaum beurteilt werden. Das gilt auch für Neuverschweißungen des Gehäuses, falls das Gehäuse für die Reinigung getrennt werden muss. Es mag sein, dass hier teilweise zertifizierte Schweißer tätig sind, aber mit einiger Sicherheit nicht bei allen Firmen. Zudem mindert jede Verschweißung grundsätzlich die Gehäusequalität.

Einige Firmen werben mit einer durch den TÜV zertifizierten Reinigung. Soweit bekannt, zertifiziert der TÜV jedoch lediglich das Durchströmungsverhalten der gereinigten Partikelfilter im Verhältnis zu Neufiltern. Über die Katalysefähigkeit des Filters sagt das nichts aus. Falls nur mit einem sehr geringen Druckluftvolumen geprüft wird oder ein oder mehrere Filterkanäle defekt sein sollten, ist damit noch nicht einmal das Reinigungsergebnis festgestellt. Wenn in diesem Fall mit einem „zertifizierten Reinigungsverfahren“ geworben wird, ist das nicht zutreffend.

FilterMaster for cars

Die Kipp Umwelttechnik GmbH hat mit Unterstützung der Schwesterfirma mycon GmbH das Verfahren „FilterMaster for cars“ im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministerium finanziell geförderten Projekts entwickelt. Der Projektantrag wurde dabei vorab auf Förderungswürdigkeit und technische Erfolgschancen geprüft. Im Rahmen der zweijährigen Projektlaufzeit wurden in Zusammenarbeit mit einer Technischen Hochschule und einer Universität erfolgreich die technischen Grundlagen geschaffen. Es dauerte danach noch fast zwei Jahre, diese Grundlagen in ein erfolgreiches Reinigungsverfahren und ein entsprechendes Equipment umzusetzen.

mycon und Kipp Umwelttechnik gehören zur Kipp Group, die seit 1971 aktiv ist. National und international bestehen mehrere tausend Kundenbeziehungen. Auch Großunternehmen wie Fahrzeughersteller, große Zulieferer für den Automobilbereich, Flugzeughersteller, Bahnunternehmen, Förderer von Gas und Öl werden direkt beliefert. mycon setzt für die Reinigung von Rußpartikelfiltern die gleichen Qualitätsstandards an. Das Unternehmen hat für die Qualitätsprüfungen in diesem Bereich zusätzlich zu eigenen Messungen eine Universität herangezogen, deren Prüfungen auf der Website www.filtermaster-dpf.com einzusehen sind.

Seit 18 Monaten ohne Beanstandungen

Mit dem Verfahren „FilterMaster for cars“ werden inkl. des Probebetriebes seit etwa 18 Monaten erfolgreich Partikelfilter gereinigt. Kundenbeanstandungen über die Reinigungsqualität soll es nach Unternehmens-Aussage bis heute nicht geben. Die Gesamtzeit für Reinigung, Prüfung und Dokumentation des Rußfilters beträgt je nach Filtertyp ca. 1,5 bis 2,5 Sunden. Die eigentliche Reinigungszeit beträgt dabei neun Minuten.

Filter, die unbeschädigt bei mycon ankommen, werden annähernd neuwertig an den Kunden zurückgegeben. Filter, die bei der Vorprüfung als beschädigt erkannt werden, werden ohne Berechnung entweder zurück gesendet oder nach Abstimmung mit dem Kunden umweltfreundlich entsorgt. Beschädigungen können z.B. durch Reinigungsversuche mit Wasser oder mit „Werkstattchemie“ entstehen. Hier kann es sogar zur Schmelzung der Keramik oder großflächigen Absprengungen kommen. Für derart vorgereinigte Filter übernimmt mycon keine Garantie.

Quelle: PresseBox