Doppstadt erhält Patent auf selbstreinigendes Siebstern-System

541
Wechselsternsiebdeck (Foto: Doppstadt)

Velbert — Ein neues Patent mit der Nummer DE 11 2012 005 006 B4 zeichnet ein neues Doppstadt-Verfahren aus, das Sternsiebmaschinen im laufenden Betrieb reinigt. Das heißt: Die Maschinen müssen für Reinigungszwecke nicht mehr angehalten werden. Selbst feuchtes Material kann ohne Unterbrechung gesiebt werden; eventuell an den Siebsternen anhaftendes Material wird einfach weggeklopft. Der besondere Clou dabei: Das Reinigungsverfahren benötigt keine zusätzliche Technik. Die Maschine reinigt sich „aus sich selbst heraus“.

Das Verfahren: Sternsiebmaschinen arbeiten mit mehreren, auf einer Welle nebeneinander angeordneten Siebsternen, die die aufgegebenen Materialien umwälzen und gemäß ihrer Größe und Dichte unterschiedlich austragen. Bei diesem Prozess werden die Stern-Zwischenräume verschmutzt; auch Steine können sich darin festsetzen. Das Patent ermöglicht, dass die Siebsterne sich gegenseitig reinigen, indem ihre Sternfinger in die Zwischenräume der benachbarten Siebsternwelle greifen. Dazu wird der jeweils längste Sternfinger eines Siebsterns mit einem Metallaufsatz versehen. Dieser klopft bei jeder Umdrehung gegen die nächst gelegene Siebsternwelle und löst über die Erschütterung dort anhaftende Materialien. Die Metallverlängerung erzielt dabei nicht nur einen wirksamen Reinigungseffekt, sondern reduziert zugleich den Verschleiß des klopfenden Fingers auf ein Minimum.

Mit der Erfindung der selbstreinigenden Siebsterne unterstreicht Doppstadt einmal mehr seine Innovations- und Lösungskompetenz im Bereich der Umwelttechnik. Als einer der führenden Anbieter intelligenter Umwelttechnologien und -verfahren ist das Unternehmen ständig bestrebt, einmal gefundene Lösungen weiter zu verbessern. Dazu gehört, dass fast alle Systeme mobil, flexibel und kompatibel sind: Sie sind überall einsetzbar, passen sich in wenigen Minuten über den Austausch von Komponenten neuen Anforderungen an oder können über die Kombination mit anderen Maschinen zu neuen und ganzheitlichen Lösungen umgerüstet werden.

Das gilt selbstverständlich auch für die bekannten und bewährten Doppstadt-Siebmaschinen-Modelle SM 518 und SM 620: Sie können wahlweise mit einer Siebtrommel oder einem Sternsiebdeck betrieben werden. Der Austausch der Komponenten ist werkzeuglos innerhalb von 45 Minuten möglich. Beide Modelle sind mobil und stationär einsetzbar. Neu im Sternsieb-Produktprogramm ist das Separationssystem HS Selector. Wird dieses mit einem Vorzerkleinerer der DW Baureihe kombiniert, so kann eine hervorragende Grenzkornabsiebung und Rückführung des Überkornes in den Vorzerkleinerer gewährleistet werden.

Quelle: Doppstadt-Gruppe