HWWI: Konsolidierung bei den Rohstoffpreisen setzt sich fort

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Hamburg – Nachdem der HWWI-Rohstoffpreisindex im März sein stärkstes Monatsplus seit Juni 2009 verzeichnet hatte, setzte sich der Preisanstieg bei den Rohstoffen auch im April fort. Der Gesamtindex in Dollar-Notierung stieg im Monatsvergleich um 6,6 Prozent (in Euro: +4,4 Prozent). Dieser Anstieg lässt sich hauptsächlich durch die höheren Preise bei Eisenerz, Stahlschrott und Rohöl erklären. Während sich der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 13,2 Prozent (in Euro: +10,8 Prozent) erhöhte, verbuchten die Energierohstoffe ein Plus von 7,9 Prozent (in Euro: +5,6 Prozent).

Mit dem dritten Monatsplus in Folge haben auch die Industrierohstoffe ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Die Ankündigung großer Eisenerzproduzenten, die Förderung im Jahresverlauf 2016 zu senken, führte im April zu Preissteigerungen (US-Dollar: +7,3 Prozent, in Euro: +5,1 Prozent). Im Monatsdurchschnitt lag der Eisenerzpreis bei 59,60 US-Dollar je Tonne. Das entspricht einem Anstieg von gut der Hälfte gegenüber dem Tiefstand im Dezember 2015 als für eine Tonne knapp 40 US-Dollar gezahlt wurden.

Der Index für NE-Metalle erhöhte sich um 0,7 Prozent (in Euro: -1,5 Prozent). Dabei entwickelten sich die Metallpreise gegensätzlich. Während die Preise für Zink um 2,6 Prozent (in Euro: +0,4 Prozent) und Aluminium um 2,2 Prozent (in Euro: +0) stiegen, sanken die Preise für Blei um 4,4 Prozent (in Euro: -6,4 Prozent) und Kupfer um 2 Prozent (in Euro: -4 Prozent). Auf dem Kupferpreis lastete die enttäuschende chinesische Nachfrage und die Befürchtung, China könnte mit seinen hohen Kupferlagerbeständen den internationalen Markt fluten. Auf dem Aluminiummarkt wirkten dagegen Spekulationen preissteigernd, dass sich das Angebot im Laufe des Jahres 2016 verringern könnte.

Am stärksten verteuerte sich im Gesamtindex Stahlschrott. So stieg der Preis für US-amerikanischen Stahlschrott im April um 24,3 Prozent, nachdem für die Stahlproduktion wieder mehr Stahlschrott benötigt wurde. Vor allem die chinesischen Produzenten mussten ihre Lagerbestände wieder auffüllen. Trotz des starken Preisanstieges notierte Stahlschrott aus den USA noch um 7,7 Prozent niedriger als im April 2015.

Quelle: HWWI Consult GmbH