Niedersachsen: Fast 40 Prozent der Abfallmenge im Jahr 2014 waren Bauabfälle

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Abfalltonnen (Foto: ©Maik Schwertle /http://www.pixelio.de)

Hannover — Im Jahr 2014 wurden in den 1.088 in Niedersachsen betriebenen Abfallentsorgungsanlagen 24,9 Millionen Tonnen Abfälle aufbereitet oder entsorgt. Rund 82 Prozent der Abfälle kamen aus Niedersachsen. Gegenüber dem Jahr 2013 stieg die Abfallmenge um 1,1 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,8 Prozent.

Den größten Anteil am Gesamtaufkommen als Einzelposition hatten nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen  mit 38 Prozent (9,4 Millionen Tonnen) die Bau- und Abbruchabfälle. Dazu gehören Boden, Steine oder Bauschutt, allerdings ohne Bauschuttrecycling. Ebenfalls stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit einem Anteil von 18 Prozent (4,4 Millionen Tonnen). Darunter waren 1,5 Millionen Tonnen gemischte Siedlungsabfälle wie zum Beispiel Hausmüll oder hausmüllähnlicher Gewerbeabfall. Außerdem zählten dazu 2,5 Millionen Tonnen getrennt gesammelte Abfälle, darunter 415 000 Tonnen Papier, Pappe und Karton, einschließlich Verpackungen.

Rund 1,2 Millionen Tonnen der 2014 entsorgten Siedlungsabfälle waren Bioabfälle, zumeist bestehend aus Grünabfällen und der Biotonne, sowie anderen Siedlungsabfällen, wie Sperrmüll, Straßenkehricht oder gemischte Verpackungen. Innerhalb der gewerblich organisierten Abfallentsorgung im Rahmen der Entsorgungswirtschaft wurden rund 11,1 Millionen Tonnen Abfälle eingesammelt, zum Beispiel bergbauliche oder landwirtschaftliche Abfälle, Abfälle thermischer Prozesse aus Kraft- beziehungsweise Stahlwerken.

Unter dem Gesamtabfallaufkommen in Höhe von 24,9 Millionen Tonnen befanden sich 2,2 Millionen Tonnen besonders überwachungsbedürftiger Abfälle. Dies sind Abfälle, die aufgrund ihrer Zusammensetzung als potenziell gefährlich angesehen werden und daher beim Transport und bei der Entsorgung besonderer Überwachung unterliegen.

Rund 13 Prozent beziehungsweise 3,3 Millionen Tonnen des angelieferten Abfalls waren Sekundärabfälle in Form von Schlacken, Schlämmen, Sortierresten oder Aschen, die in Abfallentsorgungs- oder Abwasserbehandlungsanlagen anfielen.

Von den 20,4 Millionen Tonnen, die aus Niedersachsen kamen, zählten 18 Prozent (4,4 Millionen Tonnen) zu den betrieblichen Abfällen.

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der in Niedersachsen im Jahr 2014 entsorgten Abfälle (19,2 Millionen Tonnen) wurden in Abfallbehandlungsanlagen aufbereitet und konnten der Kreislaufwirtschaft damit überwiegend wieder zugeführt werden. Die restlichen 23 Prozent kamen entweder in Abfallverbrennungsanlagen (1,6 Millionen Tonnen) zur thermischen Entsorgung oder auf Deponien (4,0 Millionen Tonnen).

Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen