„earthworth“: Ausstellungsreihe präsentiert Wertstoffe als Kunst-Stoffe

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Quelle: earthworth

Leverkusen/Essen — Am 11. Mai fällt in Halle 5 auf dem UNESCO – Welterbe Zollverein in Essen der Startschuss für die bundesweite Ausstellungsreihe „earthworth – Von Perspektiven und Werten“ des Künstlers Thomas Luettgen. Die Werkschau präsentiert Fotografien und fotografische Objekte zum Konsum- und Wegwerfverhalten unserer Gesellschaft. Ideeller Träger der Exposition ist das Lüner Entsorgungsunternehmen Remondis.

Wenn am 11. Mai die ersten Besucher die 800 qm große Ausstellungshalle der Exposition „earthworth“ betreten, dann erwarten sie drei begehbare Kuben, die den Rahmen für die Werke von Thomas Luettgen bilden. Jeder Kubus präsentiert dabei die Werke zu einem Wertstoff und erstaunt, fasziniert und regt mit Fakten rund um das Material zum Nachdenken an.

Der Besucher begegnet einer Kombination aus Fotografie, plastischer Ausarbeitung und ungewöhnlichen Trägermedien. Die Motive sind Ausschnitte aus dem Kreislauf des Recyclings. Thomas Luettgen fokussiert einen Teilbereich aus der Masse und macht somit Details erfassbar sowie verwertbar. Charakteristisch für die Werke ist, dass hier größtenteils die abgebildete Materialität dem Trägermedium entspricht. Die Arbeiten wollen nicht nur faszinieren, sondern konfrontieren uns subtil mit unserem eigenen Konsum- und Wegwerfverhalten.

Herwart Wilms, Geschäftsführer Remondis Assets & Service GmbH & Co., ist überzeugt von der Bedeutung eines geänderten Wertstoffbewusstseins in der Bevölkerung: „Die Erde schützen und die Schöpfung für zukünftige Generationen erhalten – das geht nicht ohne nachhaltiges Recycling. Hierfür das Bewusstsein zu schaffen, ist eine wichtige Voraussetzung. Die außergewöhnlichen Werke von Thomas Luettgen leisten dazu einen künstlerischen Beitrag im Auftrag der Zukunft.“

Die Präsentation will durch überraschende Blickwinkel auf oft zu gering geschätzte Materialien das Bewusstsein der Besucher für die Endlichkeit der Ressourcen bereichern. Der kreative Ansatz der Ausstellung macht die Tragweite der eigenen Handlungsweise und die Bedeutung von Recycling plastisch anschaulich. Thomas Luettgen erklärt die Zielsetzung so: „Meine Arbeiten zeigen die Ästhetik der Hinterlassenschaften unserer Gesellschaft, aber auch die ungeheuren Mengen aus verschiedenen Perspektiven. Sie sollen faszinieren, aber auch konfrontieren. Ich möchte es den Menschen schwer machen von Müll und nicht von Wertstoffen zu sprechen.“

Als lokaler Partner unterstützt die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE), zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb, den Künstler bei der Auftaktveranstaltung seines bundesweiten Projektes „earthworth“. Die EBE erhofft sich einen Transfer der Botschaft in den Entsorgungsalltag der Essener.

Die Ausstellung wird begleitet durch fachliche Informationen des Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. zur Müllproblematik und Tipps zur Müllvermeidung.

„earthworth“ in Essen bleibt vom 11 bis 29. Mai 2016 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei.

Quelle: earthworth c/o Johannes Luettgen