Econ Industries: Mit VacuDry-Technologie Bohrschlamm-kontaminierte Böden reinigen

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Das Team von econ industries auf der IFAT 2014 (Foto: econ industries)

Starnberg — Bohrschlammgruben und kontaminierte Böden lassen sich auf effiziente und ökologische Weise reinigen. Wie, zeigt econ industries vom 30. Mai bis zum 3. Juni auf der IFAT 2016 in München. Das Starnberger Unternehmen setzt dabei auf das Verfahren der Vakuum-Destillation. Die eigens entwickelte VacuDry-Technologie ist in der Lage, gefährliche Giftstoffe wie Quecksilber, polyzyklische-aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (MKW) vollständig aus den Böden zu entfernen.

„In Deutschland wird belasteter Bohrschlamm auf Deponien endgelagert oder unter immensen Energieaufwand in Drehrohröfen bei hohen Temperaturen thermisch verwertet“, kritisiert Reinhard Schmidt, Geschäftsführer von econ industries. Moderne Vakuum-Destillationsanlagen zur effektiven Reinigung der Schlämme sind in Deutschland die absolute Ausnahme. „Andere Staaten denken dabei viel weiter“, erklärt Schmidt. „Im australischen Bundestaat Victoria zum Beispiel haben eine Strafsteuer für die Deponierung von Sonderabfällen und eine vom Gesetzgeber veranlasste Verknappung der Deponiefläche dafür gesorgt, dass umweltfreundliche Verfahren wie die Vakuum- Destillation eine wirtschaftliche Alternative darstellen.“

Solche Impulse hätten dazu geführt, dass deutsche Technik Ölschlämme und kontaminierte Böden in Australien bereits seit 2015 effizient reinigt. „Obwohl Sondermüll-Deponien durch immensen Flächenverbrauch, mögliche Ausgasung oder Unfallrisiken beim Transport auch hierzulande ökologisch sehr bedenklich sind, werden sie vom Gesetzgeber völlig anders bewertet“, fügt Schmidt hinzu.

Bei der Vakuum-Destillation werden Schadstoffe wie Quecksilber oder Kohlenwasserstoffe durch Verdampfen nahezu vollständig abgetrennt und anschließend als Flüssigkeit auskondensiert. Im Gegensatz zur thermischen Behandlung in Drehrohröfen gelangen dabei keine Schadstoffe in die Abgase. Kern des umweltfreundlichen Verfahrens von econ industries ist ein hermetisch geschlossener Trockner, in dem Schlämme und Böden unter Vakuum erwärmt werden.

Durch den geringen Druck, der nur ein Zwanzigstel des normalen Luftdrucks entspricht, sinkt der Siedepunkt der Verunreinigungen und Schadstoffe. Das reduziert den Energiebedarf und den CO2-Ausstoß der Anlage im Vergleich zu Drehrohröfen drastisch. Eine Deponierung der gereinigten Böden ist in den allermeisten Fällen nicht notwendig. Diese können beispielsweise an Ort und Stelle als Füllmaterial genutzt werden.

Quelle: econ industries services GmbH