25 Jahre erfolgreich: Österreichischer Arbeitskreis Kunststoffrohr-Recycling

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Das neue Präsidium feiert 25jähriges Bestehen des ÖAKR (Foto: ÖAKR/ APA-Fotoservice/ Juhasz)

Wien — Auf 25 Jahre erfolgreicher Tätigkeit kann der Österreichische Arbeitskreis Kunststoffrohr-Recycling (ÖAKR) jetzt zurückblicken. 1991 schufen Österreichs führende Kunststoffrohrhersteller das freiwillige, flächendeckende Sammel- und Verwertungssystem für gebrauchte Rohre, Formstücke und bei der Verlegung anfallende Rohrreste. Der ÖAKR etablierte sich rasch zum Erfolgsmodell, genoss von Anfang hohe Akzeptanz und gilt als Vorbild in Europa. Von 1991 bis 2015 konnte er insgesamt 19.400 Tonnen Material sammeln; 2015 lag die Sammelmenge bei 1.317 Tonnen.

An rund 80 Sammelstellen österreichweit wird das Material gesammelt und von der Firma „Reststofftechnik“, die bei der Sammlung wiederum mit regionalen Vertragspartnern kooperiert, einer umweltgerechten Verwertung zugeführt. Das Unternehmen erzeugt Recyklate hoher Qualität, die wiederum für langlebige Qualitätsprodukte wie Kabelschutzrohre, Kabelschutzplatten, Paletten und Bauprofile verwendet werden. Nicht rezyklierbares Material wird in speziellen industriellen Anlagen mit hohem Wirkungsgrad als Ersatzbrennstoff eingesetzt und ersetzt dort Kohle und Schweröl.

Den Kunden ist es nach wie vor möglich, Material kostenlos an den Sammelstellen abzugeben. Der öffentlichen Hand ist mit dem ÖAKR eine Möglichkeit zu umweltgerechter Beschaffung gegeben. Seit 2004 ist der ÖAKR in den österreichischen Güteanforderungen für Erzeugnisse im Siedlungswasserbau (ÖGA) verankert. Getragen und finanziert wird das System von den 12 Mitgliedsunternehmen Agru, Bauernfeind, Deriplast, Dietzel Univolt, Geberit, KE Kelit, Kontinentale, Martoni, Pipelife, Poloplast, Rehau und Uponor.

Der ÖAKR erwartet künftig jährlich Sammelmengen, wie er sie im Durchschnitt der letzten Jahre zu verzeichnen hatte. Eine Herausforderung liegt darin, die Technologie zu verfeinern, um auch mit der Weiterentwicklung auf der Produktseite im Einklang zu sein. Ein Ziel ist auch, den ÖAKR auf eine noch breitere Basis zu stellen und weitere Unternehmen für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. Aktuell gibt es zwei konkrete Interessenten. „Mit der ÖAKR-Mitgliedschaft zeigen die Rohrhersteller klar, dass sie ihre gesellschaftliche Verantwortung für die Umwelt und Nachhaltigkeit wahrnehmen und das über den gesamten Produktlebenszyklus“, betonte das Präsidium.

Quelle: APA – OTS