Neuer Klärschlammbrenner mit Stufenrost kombiniert mehrere Brennstoffquellen

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Der neue Stufenrost-Ofen von Weiss ermöglicht die Verbrennung von Stroh, Abfällen und Klärschlamm gleichermaßen (Foto: Weiss)

Hadsund, Dänemark — Herkömmlicherweise wird Klärschlamm in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Seit dem 1. Januar ist die Verwendung dieses Restprodukts der Abwasseraufbereitung verboten. Der dänischer Technologie-Anbieter Weiss A/S hat deshalb eine Lösung zur Verbrennung von Klärschlamm in Verbindung mit anderen Energiequellen entwickelt.

Weiss geht davon aus, dass das deutsche Verbot der Klärschlammdüngung in ganz Europa Schule machen wird, und sieht steigenden Bedarf an geeigneten Verbrennungsanlagen zur Verbrennung von Lebensmittel- und Industrieabfällen sowie Klärschlamm. „Viele dezentrale Verbrennungsanlagen müssen einfach in der Lage sein, in einem Ofen verschiedene Brennstoffe zu verbrennen. Das optimiert die Abfallverarbeitung, zum Beispiel in Kommunen“, sagt Bo Johansen, Exportleiter bei Weiss. Weiss A/S verfügt über langjährige Erfahrung im Bau umweltfreundlicher Hochleistungs-Feuerungskessel und ist auf maßgeschneiderte, schlüsselfertige Energiekraftwerke spezialisiert.

Der neue Ofen von Weiss beruht auf traditionellen Techniken, und dieser Ansatz ermöglicht die Kombination festerer Brennstoffe mit Klärschlamm. „Normalweise wird Klärschlamm in einem Wirbelschichtverbrennungs-Ofen behandelt. Wir haben einen Ofen mit Stufenrost weiterentwickelt, der auch für jede andere Art von Brennstoff geeignet wäre, und ihn für Klärschlamm angepasst“, erklärt Bo Johansen.

Dabei kann diie bei der Klärschlammverbrennung entstehende Prozesswärme zur Erzeugung von Warmwasser, Dampf und Strom genutzt werden. „Gemeinden können Klärschlamm für Fernwärme oder zur Stromerzeugung nutzen. Ein Unternehmen, das Klärschlamm produziert, kann ihn auch verbrennen und Prozessdampf erzeugen“, sagt Bo Johansen.

Weiss stellt auf der IFAT 2016 in München in Halle B2, Stand 127/226 aus.

Weiss A/S