Wien macht sauber: „Nicht aufpudeln, wegräumen!“ & „Willst mich veraschen?“

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Sauberkeitskampagne der Stadt Wien (Foto: ©Jobst)

Wien — Mit witzigen und provokanten Sujets wirbt die Wiener Magistratsabteilung 48 in ihrer aktuellen Frühlingskampagne für eine saubere Stadt: „Wie jedes Jahr sinkt mit der Kälte in den Wintermonaten die Sauberkeitsmoral, und wir wollen mit Frühlingsbeginn nun wieder das Bewusstsein stärken, dass jeder von uns einen Beitrag zur Sauberkeit leisten muss – auch wenn der heurige Winter bislang mild und schneearm war“, erklärte Umweltstadträtin Ulli Sima bei der gestrigen Plakatpräsentation. In diesem Jahr liegen die Schwerpunkte der Sauberkeitskampagne auf Hundekot und Zigarettenstummeln.

Die Stadt Wien baut das Angebot für die ordnungsgemäße Entsorgung des Mülls stetig aus und kontrolliert die Sauberkeitsspielregeln konsequent. Seit 6 Jahren sind die WasteWatcher im Einsatz und erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Sie haben bislang 35 000 Amtshandlungen in Sachen Sauberkeit getätigt. Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und rund 400 ausgebildete MitarbeiterInnen bei der MA 48 und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in zivil unterwegs. Die Erfolge für eine saubere Stadt sind sicht- und messbar.

Die Müllsünden sind in den letzten sechs Jahren dramatisch zurückgegangen: Minus 74 Prozent illegal abgestellte Kühlgeräte, minus 45 Prozent illegal abgestellte Einkaufswagen, minus 41 Prozent bei illegal abgelagertem Sperrmüll, 31 Prozent weniger Zigaretten-Stummel auf dem Boden und 47.200 gefüllte Hundekotbeutel täglich in Wiens Abfalleimern sprechen für den Erfolg der Maßnahmen in Wien.  ist nicht nur sichtbar, sondern auch ganz klar messbar.

„Nicht aufpudeln, wegräumen!“

Mittlerweile gibt es bereits 3.000 Gratis-Beutel-Automaten für Hundekot. Sehr zur Zufriedenheit  der Wienerinnen und Wiener: Waren kurz nach Einführung der WasteWatcher erst 34 % der Bevölkerung der Meinung, dass sich die Situation rund um Hundekot verbessert hat, so verdoppelte sich hier der Zuspruch innerhalb von nur vier Jahren auf 66 Prozent. In den Parks und auf den öffentlichen Straßen stehen ca. 24.000 Papierkörbe für die Entsorgung des Hundekots bereit.

Willst mich veraschen?

Laut Umfragen und Hochrechnungen ist das Littering von Zigarettenstummeln in Wien im Zeitraum von 2005 auf 2012 um 31 Prozent zurückgegangen. Dies bedeutet eine Abnahme von 868 Mio. Zigarettenstummeln im Jahr 2005 auf 600 Mio. Stück 2012. Mittlerweile gibt es bereits 17.500 Papierkorb/Ascher-Kombinationen und hunderte freistehende Aschenrohre, beides mit dem auffälligen Slogan „Host an Tschick“. Laut Analysen werden die Aschenrohre der MA 48 immer besser angenommen. Landeten im Jahr 2009 nur etwa 6,65 Mio. Stuummel in den öffentlichen Aschenbechern, so waren dies 2013 – gemäß einer Hochrechnung – rund 72 Mio. Stk. – d.h. die Anzahl an entsorgten Zigarettenstummeln hat sich von 2009 auf 2013 mehr als verzehnfacht.

Quelle: OTS