Deutschland produziert größte Menge an Sonderabfällen in der EU

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Gefahrgut (Foto: ©Oliver Moosdorf /http://www.pixelio.de)

Berlin — Der EU-Umweltausschuss diskutierte mit der EU-Kommission die Ergebnisse des Berichts über den Umgang mit gefährlichen Abfällen und deren Verschiffung innerhalb und außerhalb der EU, der den Zeitraum von 2010 bis 2012 umfasst. Im Rahmen der Baseler Konvention wird dieser alle drei Jahre veröffentlicht.

Insgesamt sei das Aufkommen von gefährlichen Abfällen im Vergleich zum Untersuchungszeitraum 2007 bis 2009 um vier Prozent leicht zurückgegangen. Im Jahresdurchschnitt fallen 151 Kilogramm gefährliche Abfälle pro Kopf pro Jahr in der EU an. Am meisten produziert dabei Deutschland mit 17 Millionen Tonnen von insgesamt 76 Millionen Tonnen.

Das Aufkommen von gefährlichen Abfällen entwickelt sich dramatisch. Seit dem Jahr 2000 stieg die Gesamtmenge um 22 Prozent. Der leichte Abfall ist möglicherweise durch die Finanzkrise zu erklären, schreibt die Kommission in ihrem Bericht. Illegale Abfallverbringungen sind jedoch weiter angestiegen. Insgesamt gab es 2.500 Fälle in der EU in 2010 bis 2012; im Jahr 2009 waren es lediglich 400 Fälle.

Als Reaktion auf den Bericht sollen nun vermehrt Kontrollen in den Mitgliedstaaten eingeführt werden. Auch im Aktionsplan des Kreislaufwirtschaftspakets betont die Kommission, gezielt gegen die Verschiffung von Altfahrzeugen beispielweise vorzugehen. Genaue Maßnahmen sind noch unklar.

Quelle: Deutscher Naturschutzring e.V.