Italien: Nachholbedarf in der Entsorgungswirtschaft bietet Chancen

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Italienische Flagge (Foto: ©Thommy-Weiss /http://www.pixelio.de)

Mailand — Italiens Entsorgungswirtschaft hat Nachholbedarf. Einerseits kann die Recyclingbranche ihre Kapazitäten kaum auslasten, da die Mülltrennung unterentwickelt ist. Zum anderen fehlen Verbrennungs- und Deponiekapazitäten, sodass große Abfallmengen exportiert werden müssen. Die stetig steigende Recyclingquote und der Bedarf an neuen Technologien bieten Chancen für deutsche Unternehmen. Betreiberkooperationen auf regionaler oder kommunaler Ebene sind jedoch schwierig, meldet Germany Trade & Invest.

Der Bedarf an umweltgerechten Entsorgungs- und Verwertungskapazitäten ist in Italien erheblich. Viele der bestehenden Anlagen, vor allem in Süditalien, entsprechen nicht den EU-Vorschriften. Im EU-15-Vergleich belegt Italien bei der Müllentsorgung den Spitzenplatz in punkto Verstoßverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof.

Für deutsche Unternehmen bieten sich Chancen vor allem in der technischen und strategischen Beratung und Planung und in der Lieferung innovativer Technologien für die Mülltrennung, -aufbereitung und das Recycling sowie im Bereich Energieerzeugung aus Abfall. Die großen Entsorgungsfirmen im Norden des Landes stehen deutscher Technologie aufgeschlossen gegenüber.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest