Die neue ATEX-Richtlinie 2014/34/EU ist jetzt in Kraft getreten

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Quelle: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Berlin — Die Anpassung der ATEX-Richtlinie an das neue europäische Rahmenrecht ist vollzogen. Sie betrifft Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen. Seit gestern (20.04.2016) dürfen nur noch Produkte unter der neuen Richtlinie mit EU-Konformitätserklärung auf dem Markt zur Verfügung gestellt werden. Die alten Zertifikate nach der Richtlinie 94/9/EG bleiben jedoch weiter gültig. Zertifikate nach der neuen Richtlinie 2014/34/EU können erst ab dem 20. April 2016 ausgestellt werden.

Vor dem 20. April 2016 mussten sich EG-Konformitätserklärungen für ATEX-Produkte, die erstmalig auf den EU-Markt in Verkehr gebracht werden, auf die Richtlinie 94/9/EG beziehen. Gemäß Artikel 41 können Produkte einschließlich Lagerbeständen, die sich bereits vor diesem Datum in der Vertriebskette befanden, weiterhin mit einer EG-Konformitätserklärung nach Richtlinie 94/9/EG vertrieben werden, da sie bereits rechtmäßig auf dem EU-Markt in den Verkehr gebracht wurden. Konformitätserklärungen (EG oder EU) bleiben entsprechend der zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens auf dem EU-Markt) geltenden Gesetzgebung gültig. Es besteht keine Notwendigkeit, die Bezüge auf Rechtsvorschriften in den dem Produkt beigefügten Dokumenten zu ändern. Bei Produkten, die ab 20. April 2016 in Verkehr gebracht werden oder in Betrieb genommen werden, muss die EU-Konformitätserklärung in Übereinstimmung mit der neuen Richtlinie 2014/34/EU erfolgen.

Die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen (GSGA) an Geräte und Schutzsysteme zur Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen haben sich durch die neue Richtlinie 2014/34/EU gegenüber der Richtlinie 94/9/EG nicht geändert. Es war das Ziel der Überarbeitung der Richtlinie durch die Europäische Kommission, diese an den Neuen Rechtsrahmen anzupassen.

Weitere Informationen (FAQs) sind unter bam.de erhältlich. Die Richtlinie kann unter eur-lex.europa.eu nachgelesen werden.

Quelle: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)