IMPEL für besseren Informationsfluss zwischen Abfallbehörden, Zoll und Polizei

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Source: European Union Network for the Implementation and Enforcement of Environmental Law (IMPEL)

Darmstadt — Bei einem zweitägigen Workshop des europäischen Umweltbehörden-Netzwerks IMPEL haben Experten aus 21 Ländern über eine bessere Planung und Zusammenarbeit bei der Kontrolle von grenzüber-schreitenden Abfalltransporten beraten. Die Veranstaltung fand kürzlich im Frankfurter Behördenzentrum statt und wurde von einem Beamten des Regierungspräsidiums Darmstadt geleitet.

Hintergrund ist eine EU-Verordnung, mit der die Mitgliedsstaaten ab 2017 zu Inspektionsplänen und systematischen Risikoabschätzungen verpflichtet wurden, um so illegale Abfallverbringungen – z.B. von Elektroschrott nach Afrika – effektiver zu bekämpfen. Experten des IMPEL-Netzwerks erarbeiten derzeit unter deutscher Federführung eine Leitlinie für die Inspektionsplanung, deren Entwurf im Mittelpunkt der Tagung stand.

Die fast 50 anwesenden Fachleute aus EU-Staaten, Norwegen und dem Kosovo waren sich einig, dass ein besserer Informationsfluss zwischen Abfallbehörden, Zoll und Polizei der Schlüssel für eine Reduzierung krimineller Abfallexporte in Entwicklungsländer ist. Wegen der enormen Menge an international transportierten Abfällen und Gebrauchtwaren – allein circa 1,5 Millionen Tonnen Elektroschrott werden jährlich aus Europa exportiert – sind die Behörden auf aktuelle und genaue Informationen und eine gute Zusammenarbeit angewiesen.

Das Netzwerk IMPEL wurde 1992 als freiwilliger Zusammenschluss von Umweltbehörden aus mittlerweile 35 europäischen Ländern gegründet. Gearbeitet wird in Form von Projekten in fünf Arbeitsbereichen, zu denen auch Luftreinhaltung, Wasser und Naturschutz gehören. Die hessische Umweltverwaltung engagiert sich traditionell im Themenschwerpunkt Abfall und grenzüberschreitende Abfallverbringung.

Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt