Stakeholder-Umfrage: AGR steht für Recycling und Ressourcenschonung

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Quelle: Austria Glas Recycling (AGR)

Wien — Mitte Januar 2014 befragte Austria Glas Recycling Stakeholder zum Thema nachhaltige Entwicklung des österreichischen Glasrecyclingsystems. Über 25 Prozent der Befragten beteiligten sich daran und gaben ihre Einschätzung. Die Befragung ging von einer sehr weitgehenden Verantwortung bzw. weitreichenden Einflussmöglichkeiten des Glasrecyclings im Bereich der Nachhaltigkeit aus. Das Spektrum reichte von Fragen der Ressourcenschonung bis zum Schutz von Menschenrechten.

•  Eine Reihe von Handlungsfeldern wird offenkundig zum Kerngeschäft des Glasrecyclings gezählt und die Beiträge hier daher als besonders wesentlich eingestuft. Dazu zählt das Thema ‚Recycling‘ selbst (80 Prozent ’sehr wichtig‘) sowie die Handlungsfelder ‚Ressourcenschonung‘ (70 Prozent) und ‚Abfallvermeidung‘ (69 Prozent).

• Eine ganze Reihe weiterer Themen verzeichnet zwar eine geringere Anzahl von ’sehr wichtig‘-Einstufungen, gehört aber aus der Sicht der Stakeholder auf jeden Fall zu Bereichen, in welchen wesentliche Beiträge geleistet werden. Dazu zählen ‚Information und Bewusstseinsbildung‘ (58,7 Prozent ’sehr wichtig‘), der ‚Nachhaltige Konsum‘ (49 Prozent), die ‚Energieeffizienz‘ (44 Prozent), der ‚Klimawandel‘ (44 Prozent), der ‚Dialog mit den Stakeholdern'(43 Prozent), sowie die ‚Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften und Antikorruption‘ (42,6 Prozent).

• Auch in den als etwas weniger wesentlich eingestuften Handlungsfeldern können in den meisten Fällen immer noch 30 Prozent bis 40 Prozent der Befragten wichtige Beiträge des österreichischen Glasrecyclingsystems erkennen.

• Als eher außerhalb der Kernaufgaben des Glasrecyclings liegend wird dessen Beitrag in den Handlungsfeldern ‚Armutsvermeidung‘ (17 Prozent ’sehr wichtig‘), ‚Schutz von Menschenrechten‘ (17 Prozent), ‚Information über das Risiko von Technologien‘ (13,7 Prozent), ‚Neue Formen des Wirtschaftens‘ (14,6 Prozent) und ‚Nachhaltige Bewertung von Wirtschaftsleistungen‘ (13 Prozent) beurteilt. Obwohl in diesen Themen die Einschätzungen einzelner Branchen zum Teil stark von der durchschnittlichen Bewertung abweichen.

• In der abschließenden Priorisierung werden fünf Handlungsfelder vor allen anderen genannt. Die Ressourcenschonung (14,2 Prozent Nennungen) und das Recycling bzw. die Kreislaufwirtschaft selbst (10,4 Prozent). Zudem aber auch die Wichtigkeit von Information und Bewusstseinsbildung (11,9 Prozent) und die Notwendigkeit einer pointierten Öffentlichkeitsarbeit (9 Prozent), sowie die Qualität der Sammelstellen (8,3 Prozent), deren Erreichbarkeit und Sauberkeit häufig thematisiert wurde.

• Die Rücklaufquote von 25,5 Prozent ist vergleichsweise hoch und zeugt von regem Interesse an den Themen der Befragung und dem Dialog mit der AGR. Der durchschnittliche formale Bildungsgrad des Samples ist hoch. 34,6 Prozent der Befragten verfügen über einen Hochschulabschluss. Der Altersschnitt ist ebenfalls hoch, fast zwei Drittel der Befragten sind älter als 45 Jahre. Gemessen an den Fallzahlen sind vor allem zwei Stakeholder- Gruppen gut vertreten: die Abfallwirtschaft und der Öffentliche Sektor.

Quelle: Austria Glas Recycling GmbH