Trotz rückläufigem Umsatz: Loacker stärkte 2015 Position für die Zukunft

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Quelle: Loacker Recycling GmbH

Götzis, Österreich — Die Loacker Gruppe hat 2015 einen Gesamtumsatz von rund 578 Millionen € erzielt. Den rückläufigen Umsatz führt das Familienunternehmen auf die Überkapazitäten in der Branche und die fallenden Preise zurück. Relevant sind für Loacker allerdings die verarbeitenden Mengen – und diese sind beinahe konstant: 2014 verarbeitete Loacker in der Gruppe rund 1,4 Millionen Tonnen, 2015 1,35 Millionen Tonnen. Mit einer Steigerung der Eigenkapitalquote konnte die Gruppe zudem ihre Position für die Zukunft stärken.

Loacker Recycling mit Stammsitz in Götzis erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund 578 Millionen € und zählt mit Platz 8 zu den Top Ten-Unternehmen in Vorarlberg. Der Umsatz reduzierte sich um rund 32 Prozent (Umsatz 2014: 852 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr. „Die aktuellen Umsatzzahlen sind unter anderem auf die massiven Preiseinbrüche bei Eisen- und Nicht-Eisenmetallen zurückzuführen. Die Preise sinken seit Mitte 2015 kontinuierlich, was allerdings keinen direkten Einfluss auf die verarbeiteten Mengen hat – sie sind in etwa gleich geblieben. Und das ist für uns das relevante Maß: 1,35 Millionen Tonnen haben wir 2015 in unserer Gruppe verarbeitetet – 2014 waren es nur geringfügig mehr, nämlich 1,4 Millionen Tonnen“, erklärt Karl Loacker, Geschäftsführer von Loacker Recycling.

Und er fügt hinzu: „Allgemein leidet die Recycling-Branche unter den Überkapazitäten, die in den Jahren vor der Wirtschaftskrise aufgrund guter Verdienstaussichten aufgebaut wurden. Der daraus entstandene intensive Wettbewerb um die anfallenden Schrotte und Metalle drückt die Gewinnmargen auf ein sehr niedriges Niveau.“

Dass sich Loacker Recycling trotz des aktuell schwierigen Marktumfelds wirtschaftlich gut entwickelt, begründet Karl Loacker folgendermaßen: „Wir haben schon in den guten Jahren wesentliche Schritte für eine konzernweite Optimierung unserer Prozesse eingeleitet. Außerdem achten wir bei unserem Wachstum stets auf die richtige Balance zwischen den Erfolgsaussichten, den Risiken und den eigenen Möglichkeiten. Sichtbar wird dies zum Beispiel in unserer komfortablen Eigenkapitalquote: Wir konnten diese von 42 Prozent 2014 auf 48 Prozent 2015 verbessern. Auch die Tatsache, dass wir hier am Wirtschaftsstandort Vorarlberg weiteres Personal zur Stärkung unserer Zentralfunktionen einstellen konnten und nach wie vor tun, freut mich sehr.“

Meilensteine 2015

Zu den wichtigsten Ereignissen des vergangenen Jahres zählen für Loacker Recycling der Start der seit 2010 geplanten Betriebsentwicklung – mit ihr der Ausbau der Konzern-Zentrale in Götzis, die Einführung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001, die Gründung einer eigenen Betriebsstätte in Asien sowie die Auszeichnung einer innovativen Schlammtrocknungsanlage bei der österreichischen klima:aktiv Fachtagung in Wien. „2016 blicken wir stolz auf 130 Jahre Loacker Recycling zurück. Dieses beachtliche Firmenjubiläum werden wir, gemeinsam mit der Eröffnung der neue Konzernzentrale, 2017 gebührend feiern“, betont Karl Loacker.

Ausblick 2016

Auch für das Jahr 2016 rechnet Loacker Recycling mit anspruchsvollen Marktbedingungen, denen das Unternehmen mit Optimierung und Professionalisierung auf allen Ebenen begegnen will: „Unser Ziel ist es, mit der Unterstützung innovativer Technologien exzellente und effiziente Prozesse zu implementieren. Wir werden so in Zukunft die Anforderungen unserer Geschäftspartner noch schneller und besser bedienen sowie gleichzeitig Synergien innerhalb der Gruppe nutzen und unsere Kostenposition verbessern. Mit konsequenter Kundenorientierung und Kosteneffizienz werden wir auch in einem schwierigen Marktumfeld weiter erfolgreich sein und unsere Marktposition stärken. Mit einer weiteren Festigung unserer Position als Komplett-Entsorgungsunternehmen und einem klaren Bekenntnis zu ökologischer, ökonomischer und sozialer Zukunftsfähigkeit werden wir am eingeschlagenen Weg festhalten und wollen diese Ziele mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem erfahrenenManagementteam erreichen“, fasst Karl Loacker abschließend zusammen.

Quelle: Loacker Recycling GmbH