Neuorganisation: Polens Abfallwirtschaft setzt auf Müllverbrennung

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Polnische Nationalflagge (Quelle: pixabay)

Warschau — Die Neuorganisation der polnischen Abfallwirtschaft erfordert weitere umfangreiche Investitionen. Die Recyclingquote muss erhöht werden. Kommunale Abfälle werden verstärkt in Müllverbrennungsanlagen beseitigt. Es sollen weitere hinzukommen. Die Energiegewinnung aus Abfällen spielt eine wichtige Rolle. Dadurch ergeben sich gute Geschäftschancen – auch für deutsche Firmen, meldet Germany Trade & Invest.

Der einfachen Deponierung von Müll kommt in Polen immer noch eine große Bedeutung zu, weshalb der Investitionsbedarf der Abfallbranche weiter hoch ist. Ab 2021 darf Polen laut EU-Vorgaben nur noch 35 Prozent des Siedlungsmülls auf Deponien ablagern. Derzeit liegt die Quote noch bei über 50 Prozent. Seit Anfang 2016 darf kein biologisch abbaubarer Abfall mehr deponiert werden, dessen Energiewert 6 MJ/kg übersteigt und der sich zur Verbrennung eignet wie etwa Kompostmüll.

Im Jahr 2016 dürfte die Müllverbrennung sprunghaft zunehmen. Laut polnischem Umweltministerium bietet das Land Platz für insgesamt zehn bis elf MVA. Pläne für den Bau weiterer Anlagen bestünden unter anderem in Warschau, Gdansk (Danzig), Wroclaw (Breslau) und Lodz (Lodsch). Die Energiegewinnung aus der Abfallverbrennung ist ein wesentlicher Aspekt. Für deutsche Unternehmen ergeben sich Chancen für die Zulieferung von Ausrüstungen für MVA sowie Recycling- und andere Anlagen zur Abfallbehandlung.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest