Neues Kompetenzzentrum K1-MET stärkt österreichische Metallindustrie

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Quelle: K1 - MET

Leoben — Die Entwicklung neuer Technologien in der Metallverarbeitung, die Optimierung von Produktionsprozessen, sowie die Minimierung des Energieverbrauchs und der Emissionen: Das sind die zentralen Forschungsbereiche des Kompetenzzentrums „K1-MET“. Das Zentrum mit den Standorten Leoben und Linz läuft im Rahmen des Kompetenzzentren-Programm des Bundes (COMET) und fungiert im Bereich der metallurgischen Verfahrens- und Umwelttechnik als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

In der K1-MET GmbH stehen folgende Themen auf der Agenda, wobei als wissenschaftlicher Partner auch die Johannes Kepler Universität Linz eingebunden ist:

  • Nachhaltigkeit und Rohstoffeffizienz in der Metallurgie
  • Entwicklung von metallurgischen Prozessrouten und deren Kernkomponenten z.B. Komponenten aus feuerfesten Materialien
  • Innovative Anlagentechnik und Steigerung der Energieeffizienz
  • Und die Modellierung und Simulation metallurgischer Prozesse

Mit diesen Schwerpunkten sollen die Prozesseffizienz in der Metallurgie, die Verringerung des Rohstoffeinsatzes sowie die Erhöhung der Ausbringung des Produktes optimiert werden, um damit eine nachhaltige Reduktion des Energieverbrauches, der Emissionen und eine Erhöhung des Stoffrecyclings zu erreichen.

Der Rektor der Montanuniversität Leoben, Magnifizenz Wilfried Eichlseder, sieht mehrfachen Nutzen in der K1-MET GmbH. „Zum Einen ergeben sich aus der engen Kooperation mit den Unternehmen und den anderen Partnern neue Forschungsfelder für die Universität, die es ermöglichen, das generierte Wissen auch unmittelbar in die Lehre einfließen zu lassen, und zum Anderen können wir damit dazu beitragen, den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig abzusichern“, betont Eichlseder.

Laut Miteigentümer voestalpine besteht die Hauptaufgabe des K1-MET-Zentrums in der Weiterentwicklung und Optimierung der metallurgischen Prozesse der Stahlhersteller. Dies bildet die Basis, um die Qualität der hergestellten Hightech-Stähle weiter zu steigern, die in verschiedenen Branchen bzw. Sparten zum Einsatz kommen. Beispielhaft sei etwa die Automobilindustrie, die gefordert ist, den Treibstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen zu senken.

Ein weiteres Ziel im K1-MET wird sein, die bestehenden Verfahren, die bereits soweit optimiert sind, dass sie nahe ihrer thermodynamischen Grenzen betrieben werden, grundsätzlich zu verändern. Dazu wurden an der Montanuniversität in den vergangenen Jahren Grundlagenuntersuchungen mit wesentlich reduzierten CO2-Emissionen angestellt.

Mit den industriellen Partnern im K1-MET, der voestalpine und Primetals, ist sichergestellt, dass die Forschungsergebnisse auch in die industrielle Anwendung fließen und damit die österreichische Wirtschaft gestärkt wird. Die universitäre Forschung sichert wiederum ab, dass die neuesten Erkenntnisse in das Studium der Metallurgie einfließen und damit als Grundlage für die langfristige Absicherung und Weitergabe des Know-hows dienen.

Das Kompetenzzentrum K1-MET, das bisher bereits als Arbeitsgemeinschaft zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bestanden hat, hat sich im 3. Call für K1-Zentren nach dem COMET-Programm durchgesetzt. Die Laufzeit beträgt acht Jahre (2015 bis 2023) und gliedert sich in zwei Förderungsperioden (vier plus vier Jahre). Die zweite Förderungsperiode ist an eine erfolgreiche Zwischenevaluierung geknüpft. Eigentümer der K1-MET GmbH sind mit jeweils 35 Prozent die voestalpine und die Montanuniversität Leoben, die Primetals Technologies Austria GmbH in Linz mit 20 Prozent und die Johannes Kepler Universität Linz mit 10 Prozent. Das Kompetenzzentrum wird aus Mitteln des Bundes, der Länder Steiermark, Oberösterreich und Tirol, sowie der beteiligten Universitäten und Industriepartner finanziert.

Quelle: Montanuniversität Leoben