März 2016: IKB meldet Anstieg der Weltrohstoffpreise um 14 Prozent

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Stahlverarbeitung (Foto: Kroll/ Recyclingportal.eu)

Düsseldorf — Die Weltrohstoffpreise sind im Verlauf des März um 14 Prozent angestiegen. Der Anstieg der Rohstoffpreise in Euro bewegte sich in der gleichen Größenordnung, meldet die IKB Deutsche Industriebank. Da sich Erwartungen auf eine erneute Zinserhöhung in den USA nicht erfüllten gab der US-Dollar zum Euro wieder nach. Insgesamt notierte vor allem der Rohölpreis deutlich fester und oszillierte um die Marke von 40 US-$ je Barrel Brent.

Nachdem die Weltrohstahlproduktion in den ersten beiden Monaten 2016 um 5,2 Prozent gesunken ist, erwartet die IKB 2016 eine Seitwärtsbewegung. Während sich die Erzeugung in Deutschland und der EU leicht verringern dürfte, geht die IKB von einer Erholung in Osteuropa aus. Für 2016 sieht sie einen leichten Produktionsrückgang in China. Die Schrottpreise zogen bei deutlich höheren Eisenerzpreisen (+19 Prozent) und hoher Exportnachfrage an. Altschrotte sind knapp. Die Weltrohstahlpreise verteuerten sich bei Flachprodukten um bis zu 4 Prozent, Langprodukte legten etwas weniger zu. Die europäischen Preise zeigten eine ähnliche Entwicklung. In der Tendenz wird bis Ende Q2 2016 mit einem leichten Stahlpreisanstieg, bei Schrotten mit einer leichte Erholung gerechnet.

Die Weltproduktion von Primäraluminium stieg bis Ende Februar 2016 in Europa und Asien an und sank in Amerika. Für China liegen noch keine Februarzahlen vor; es dürfte seine Erzeugung im Gesamtjahr auf über 32 Mio. t ausweiten. Die Lagerbestände an der LME gingen im März seitwärts, diejenigen der SHFE liegen bei rund 326.000 t. Die investive Nachfrage hat im März zugelegt: Die Anzahl der Handelskontrakte stieg um 30 Prozent an. Tendenziell bewegen sich die Primäraluminiumpreise bis Ende Juni 2016 um die Marke von 1.600 US-$ je Tonne mit einem Band von 200 US-$; die Preise von Recyclingaluminium oszillieren im gleichen Umfang. Gegen Quartalsende tendieren die Preise am oberen Bandende.

Die weltweite Kupferminenproduktion stieg 2015 um 3,5 Prozent an. Die Kapazitätsauslastung der Kupferminen sank infolge der Erweiterung um 1,3 Prozent auf noch 84,7 Prozent. Die Raffinadeproduktion wuchs um 1,6 Prozent, der weltweite Verbrauch blieb stabil. Dem sollte jedoch 2016 ein Zuwachs von rund einem Prozent folgen. Entgegen den Erwartungen hat 2015 mit einem kleinen Angebotsdefizit abgeschlossen. Die Vorräte an der LME sanken auf nur noch knapp 144.000 t, diejenigen an der SHFE erhöhten sich nochmals leicht. Die investive Nachfrage brach im März ein: Die Anzahl der Handelskontrakte sank um fast ein Drittel. Die IBK prognostiziert eine Kupfernotierung in den nächsten zwei Monaten in einem Band von 700 US-$ um die Marke von 5.000 US-$ je Tonne.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank AG