HWWI-Rohstoffpreisindex zeigt einstweilige Trendwende bei Industrierohstoffen

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist im März stark gestiegen. Nach dem Absinken auf einen Zwölfjahres-Tiefstand im Januar und einem leichten Anstieg im Februar, verbuchte der HWWI-Indikator der Rohstoffpreisentwicklungen im März ein kräftiges Plus. Steigende Rohölpreise ließen den Index für Energierohstoffe um 19,2 Prozent (in Euro: +19,0 Prozent) steigen, während sich der Index für Industrierohstoffe um 4,3 Prozent (in Euro: +4,2 Prozent) erhöhte.

Mit dem zweiten Monatsplus infolge sind auch Industrierohstoffe von den Preissteigerungen am Rohstoffmarkt betroffen. Insbesondere an den Metallmärkten stiegen die Preise im vergangenen Monat. Eisenerz verteuerte sich im März um insgesamt 20,3 Prozent und kostete damit im Monatsdurchschnitt 55,54 US-Dollar je Tonne. Noch im Dezember war der Eisenerzpreis auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2003 gefallen.

Auch die Preise der NE-Metalle legten zu. Zinn verteuerte sich um 8,6 Prozent, der Kupferpreis stieg um 7,7 Prozent und Nickel notierte um 4,7 Prozent höher. Erhöhte Aktivität der Metallbranche in China kurz vor Beginn der Hauptsaison des Bausektors gab dabei Preisimpulse nach oben.

Dennoch notieren die Preise für Industrierohstoffe trotz der neuerlichen Preissteigerungen weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Und trotz erster Anzeichen einer einstweiligen Trendwende notierte der HWWI-Rohstoffpreisindex im vergangenen Quartal so niedrig wie seit dem ersten Quartal 2004 nicht mehr.

Quelle: Hamburgisches WeltwirtschaftsInstitut