Redwave XRF-Technologie jetzt auch zur Separation von Nichteisenmetallen

689
Redwave XRF Sortiermaschine (Foto: Redwave)

Graz, Österreich — Sie sorgt für höchste Reinheit und Genauigkeit jetzt auch in der Sortierung von Nichteisenmetallen: die Weltneuheit „Redwave XRF Sortiermaschine“ mit der Technologie der steirischen Mayer Entsorgung und des Anlagenprofis BT-Wolfgang Binder. Bislang konnten mit der XRF-Technologie nur Glas oder Mineralien getrennt werden; durch eine innovative Weiterentwicklung werden jetzt auch Nichteisenmetalle voneinander separiert.

Bei der neuen Technik fungieren die einzelnen Metalle als eigene kleine Nachrichtenstationen, die eine unverwechselbare Energiesignatur aussenden und von Sensoren ausgewertet werden. Wichtigstes Nichteisenmetall ist hierbei das Aluminium.

Eine neue Dimension an Reinheit

Der neue Prozess schafft es erstmals, Primäraluminium-Legierungen so rein zurück zu gewinnen, dass eine Steigerung der Beimengung in der Produktion von Aluminium von bisher 10 Prozent auf 30 bis 40 Prozent erreicht wird. „Die neue Technik steigert die Wertschöpfung der sortierten Metallfraktionen. Jetzt können wir aus Schrott Produkte höchster Qualität wie Heizkörper oder Flugzeugantriebe fertigen“, erklärt Andreas Säumel, Geschäftsführer von Mayer Entsorgung.

Bis zu 3.000 Tonnen hochwertig verwertbar

Die Röntgenfluoreszenzanalyse (engl. XRF) der Redwave Sortiermaschine wird in der metallverarbeitenden Industrie sowie bei der Untersuchung von Glas, Keramik und Schmierstoffen [u.a.] eingesetzt. Nichteisenmetalle wurden bisher mit Schwimm-Sinka-Anlagen und Röntgentransmissions-Anlagen separiert, die aber Metalle nicht derart hochwertig sortieren können. Jetzt wird gezielt auf die Materialvielfalt eingegangen und unbeeinflusst von Feuchtigkeit, Farbgebung oder Verunreinigungen sortiert und hochreine Metallfraktion erzeugt. Die Kapazität der neuen Sortieranlage der Mayer Entsorgung liegt 1.000 bis 3.000 Tonnen pro Jahr.

In steirischer Kooperation

Die neue Anlage entstand aus dem gemeinsamen Forschungsprojekt der Anton Mayer Ges.m.b.H und der BT-Wolfgang Binder, unterstützt durch den Umwelttechnikcluster Eco World Styria. „Die neue Sortieranlage ist ein weiteres Beispiel für die herausragende Kompetenz der heimischen Umwelttechnik-Branche“, unterstrich Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann.

Quelle: APA- OTS