In acht Sprachen: Unterfranken offeriert Abfalltrenn-Hilfe für Flüchtlinge

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In acht Sprachen erklärt (Quelle: Kommunalunternehmen des Landkreises Kitzingen)

Kitzingen — Die getrennte Sammlung von Abfällen ist keineswegs weltweit üblich. Denn während die richtige Sortierung des Mülls für unsereins mittlerweile selbstverständlich ist, stehen gerade ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger oft ratlos vor den bunten Tonnen. Um Flüchtlingen und Zuwanderern auch bei der richtigen Abfalltrennung eine Hilfestellung an die Hand zu geben, hat die Arbeitsgemeinschaft Abfallberatung Unterfranken daher ein mehrsprachiges Informationsfaltblatt herausgebracht.

Mit ihrem neusten Vorhaben will die Arbeitsgemeinschaft praktische Lebenshilfe leisten. Die kleine Broschüre zur Mülltrennung arbeitet hauptsächlich mit Abbildungen und kommt mit sehr wenig Text aus. Die kurzen Erläuterungen sind in acht Sprachen – Englisch, Französisch, Russisch, Ukrainisch, Türkisch, Albanisch, Arabisch und Persisch – übersetzt. Natürlich ist das Faltblatt immer an die lokalen Gegebenheiten der beteiligten Städte und Landkreise angepasst.

Beitrag zur Integration

Damit Flüchtlinge und Zuwanderer in unsere Gesellschaft gut integriert werden können, ist es unverzichtbar, dass neben der Sprachschulung auch wichtige Alltagsabläufe und Lebensstile vermittelt werden. Nun ist die Sortierung von Abfällen nicht gerade die größte Sorge von Menschen, die wegen Krieg und Not aus ihrer Heimat geflohen sind. Allerdings kann es durchaus zu Konflikten kommen, wenn sich der Müll vorm Haus stapelt, weil einige Hausbewohner nicht wissen, wie die lokale Abfallentsorgung funktioniert.

Koordinierte Verteilung

Bei der Verteilung des Infoblatts arbeiten Abfallberatung und Koordinationsstelle für Migranten/Flüchtlinge in den jeweiligen Landkreisen, Städten und Gemeinden eng zusammen. Der kleine Flyer sollte zudem über die Homepage der jeweiligen Abfallwirtschaftsstelle abrufbar sein. Auf der Homepage der Arge Abfallberatung Unterfranken kann das Infoblatt ebenfalls als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Wer momentan selbst Flüchtlinge betreut oder in seiner Nachbarschaft bzw. in seinem Bekanntenkreis Menschen kennt, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind, kann die Sortierhilfe selbstverständlich auch direkt über die Abfallberater der Landkreise und Städte anfordern.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Abfallberatung Unterfranken