Bayern verwertete 2014 über 80 Prozent der entsorgten Abfälle

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Bauschuttdeponie (Foto: © Jochen Zellner, Lk Neustadt/Aisch-Bad Windsheim / abfallbild.de)

München — Im Jahr 2014 wurden in bayerischen Abfallentsorgungsanlagen 57,7 Millionen Tonnen Abfälle eingesetzt. Rund 93,9 Prozent hiervon kamen aus Bayern selbst. Den größten Anteil am Gesamtaufkommen hatten nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik mit 63,3 Prozent (36,5 Millionen Tonnen) die Bau- und Abbruchabfälle (ohne Bauschuttrecycling). Ebenfalls stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit einem Anteil von 15,4 Prozent (8,9 Millionen Tonnen).

82,8 Prozent bzw. 47,7 Millionen Tonnen Abfälle wurden in Abfallbehandlungsanlagen wiederverwertet. Der Rest wurde in Abfallverbrennungsanlagen thermisch entsorgt (3,7 Millionen Tonnen) oder in Deponien abgelagert (6,3 Millionen Tonnen).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, lag das Gesamtaufkommen an Abfällen in den 4.351 aktiv in Bayern betriebenen Abfallentsorgungsanlagen im Jahr 2014 bei insgesamt 57,7 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Jahr 2013 war ein geringer Anstieg des Gesamtaufkommens um 0,4 Millionen Tonnen bzw. 0,6 Prozent zu verzeichnen. Rund 5,6 Prozent bzw. 3,2 Millionen Tonnen des angelieferten Abfalls waren Sekundärabfälle, wie z. B. Schlacken, Schlämme, Sortierreste oder Aschen, die nach einer Behandlung von Abfällen in Abfallbehandlungsanlagen entstehen. 93,9 Prozent des Gesamtabfallaufkommens (54,1 Millionen Tonnen) kamen aus Bayern selbst, wovon 13,5 Prozent (7,3 Millionen Tonnen) betriebseigene Abfälle waren.

Den größten Anteil am Gesamtaufkommen wiesen mit 63,3 Prozent bzw. 36,5 Millionen Tonnen die Bau- und Abbruchabfälle auf, wie z.B. Boden, Steine oder Bauschutt. Ebenfalls stark ins Gewicht fielen die Siedlungsabfälle mit insgesamt 15,4 Prozent (8,9 Millionen Tonnen). Darunter waren 2,9 Millionen Tonnen Restmüll, wie z.B. Hausmüll, hausmüllähnlicher Gewerbemüll, 3,3 Millionen Tonnen getrennt gesammelte Fraktionen, darunter wiederum 1,9 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Karton (einschließlich Verpackungen). Die übrigen rund 2,7 Millionen Tonnen der 2014 entsorgten Siedlungsabfälle waren Bioabfall und Grüngut (1,7 Millionen Tonnen) sowie andere Siedlungsabfälle, wie z.B. Sperrmüll, Straßenkehricht oder gemischte Verpackungen.

Gut vier Fünftel (82,8 Prozent) der in Bayern im Jahr 2014 entsorgten Abfälle (47,7 Millionen Tonnen) wurden in Abfallbehandlungsanlagen verwertet und konnten der Kreislaufwirtschaft damit erneut zugeführt werden. Die restlichen 17,2 Prozent wurden in Abfallverbrennungsanlagen (3,7 Millionen Tonnen) thermisch entsorgt oder auf Deponien (6,3 Millionen Tonnen) abgelagert.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik