„Klimaneutrale“ Altkleider-Container sorgen für Wiederaufforstung in Äthiopien

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Besucher des Wiederaufforstungsprojekts in Sodo / Äthiopien (Foto: © CO2OC)

Bremen — Im März 2014 brachte die Bremer JOBA GmbH, einer der größten Hersteller von Altkleider-Containern in Europa, die ersten „klimaneutralen“ Altkleider-Container auf den Markt. Das Consulting-Unternehmen CO2OL, das dieses Projekt von Beginn an begleitete, hat jetzt erste beeindruckende Ergebnisse vorgelegt.

Mit den „klimaneutralen“ Altkleider-Containern haben die Kunden des Herstellers einen „JOBA-Wald“ mit rund 14.500 Bäumen in Äthiopien finanziert. Er bedeckt im zentraläthiopischen Sodo eine Fläche von etwa 13 Hektar, einer Größe von gut 18 Fußballfeldern. Mit den inzwischen mehr als 1.500 „klimaneutralen“ JOBA-Containern wurden mehr als 2.000 Tonnen des Treibhausgases CO2 kompensiert.

Für lokale Wertschöpfung

Vor zwei Jahren analysierte JOBA gemeinsam mit CO2OL, wo CO2- Emissionen im Produktionsprozess der Container entstehen. Dieser CO2-Fußabdruck ergab, dass mit der Produktion jedes Containers die Emission von mehr als einer Tonne Kohlenstoffdioxid verbunden ist. Bei „klimaneutralen“ Containern erwerben JOBA-Kunden zugleich Zertifikate, mit deren Erlösen Wiederaufforstungsprojekte in Äthiopien finanziert werden. In der Wachstumsphase der Bäume wird der Atmosphäre besonders viel von dem klimaschädlichen CO2 entzogen.

Äthiopien, das von Hungersnöten und Kriegen geplagt wurde, hatte um die Jahrtausendwende nur noch vier Prozent der ursprünglichen Waldbestände. Insofern hat die Wiederaufforstung hier eine besondere Bedeutung, zumal mit dem neuen Wald neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Durch die damit entstehende neue Biodiversität und auch durch die mit dem Projekt verbundenen sozialen Effekte wie z.B. neue Arbeitsplätze entsteht lokale Wertschöpfung. „Diese lässt sich auch monetär abbilden, nämlich für das JOBA-Projekt mit einem Wert von circa 250.000 Dollar“, unterstreicht Julian Ekelhof, Director CO2OL Climate Solutions.

Beachtenswerter Effekt für den Klimaschutz

„Unsere Initiative zeigt, mit welch relativ geringen Mitteln wir schon einen beachtenswerten Effekt für den Klimaschutz erreichen können. Das ist für uns ein großer Ansporn, künftig auch die Kommunen und weitere Kunden von diesem Konzept der klimaneutralen Container zu überzeugen“, betont JOBA-Geschäftsführer Kai-Uwe Jobst.

Ein ausführliches Interview mit Julian Ekelhof von CO2OL zu diesem Thema ist im JOBA-Blog zu finden.

Quelle: JO-BA GmbH