Biogasbranche: Maschinenringe- und Biogas-Verband vereinbaren Zusammenarbeit

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Quelle: Fachverband Biogas e.V. / Bundesverband der Maschinenringe e.V.

Freising — Der Erhalt der Biogasbranche in Deutschland ist nicht nur für den Fachverband Biogas von elementarer Bedeutung. Auch die Maschinenringe haben ein großes Interesse, bestehende Biogasanlagen zu erhalten und eine positive Weiterentwicklung der Branche sicherzustellen. Zu diesem Zweck haben der Bundesverband der Maschinenringe e.V. und der Fachverband Biogas e.V. Anfang März in Freising eine Zusammenarbeit beschlossen.

Die Kooperation konzentriert sich zunächst auf die anstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), soll aber auch darüber hinaus beispielsweise bei Maßnahmen für eine konfliktfreie Biomasseernte fortgeführt werden.

„Biogas ist im erneuerbaren Energiesystem eine bedeutende Einnahmequelle für Landwirte und Lohnunternehmen und damit auch ein wichtiges Thema der Maschinenring-Organisation“, erklärte der Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe, Leonhard Ost, die Intention seiner Organisation. Unter den rund 192.000 landwirtschaftlichen Betrieben, die Mitglied in den Maschinenringen sind, seien zahlreiche Biogasanlagen-Betreiber, die nicht nur für das Gelingen der Energiewende, sondern auch für die Wertschöpfung und das Steueraufkommen in ihrer Region einen wichtigen Beitrag leisten. Dies gilt es auch für die Zukunft zu erhalten.

Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer im Fachverband Biogas, freut sich über die Kooperation: „Es ist eine schwierige Situation, in der sich die Biogasbranche derzeit befindet. Umso wichtiger ist es, einen so kompetenten und mitgliederstarken Verband wie die Maschinenringe an seiner Seite zu wissen.“

Einig sind sich die beiden Verbände in ihren Forderungen zum EEG 2016. Aufgrund der aktuellen politischen Situation ist ein Fortbestand der Branche wohl nur über das Modell der Ausschreibungen zu realisieren. Diese müssten aber im Gesetz verankert sein und vor allem auch für Bestandsanlagen gelten, die dringend auf Anschlussregelungen warten. Übereinstimmung herrschte auch darin, dass der im aktuellen EEG-Entwurf formulierte Zubaudeckel mit 100 MW pro Jahr nur für Neuanlagen gelten darf. Zusätzlich muss ein Pfad für die Leistung aus Bestandsanlagen im EEG festgeschrieben werden, die sich nach dem Ende des ersten Vergütungszeitraums des EEGs per Ausschreibungen um eine Anschlussregelung bewerben möchten.

Im Zuge der politischen Entwicklung werden die beiden Verbände ihre Zusammenarbeit in den nächsten Wochen weiter intensivieren.

Quelle: Fachverband Biogas e.V.