IFAT 2016: Viele der angekündigten Messeneuheiten sind mobile Lösungen

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Foto: Messe München GmbH

München — Vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 findet in München die IFAT, Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, statt. Viele der angekündigten Messeneuheiten sind mobile Lösungen – sei es in der Straßenreinigung, für den Transport von Abfällen oder zum Separieren und Aufbereiten von Sekundärrohstoffen.

Beispielsweise deklariert Aebi Schmidt ihre Swingo 200+ als die umweltfreundlichste Kompaktkehrmaschine auf dem Markt. Dabei verweist das Unternehmen auf die in diesem Gerät integrierte Kombination aus Druckwasser-Umlaufsystem und dem Umluftsystem Koanda. Die zum Patent angemeldete und zur IFAT 2016 erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellte Technologie verringert nach Firmenangaben den Ausstoß von gesundheitsschädlichem Feinstaub um bis zu 95 Prozent. Außerdem sorgen die großen Wassermengen, die im Druckwasser-Umlaufsystem bewegt werden, für eine sichere und verschleißarme Schmutzaufnahme. Eine leistungsfähige Wasserrückgewinnung schont die Ressourcen und liefert ein verdichtetes, raumsparendes Kehrgut.

Um das Thema „Materialumschlag in Abfall- und Recyclinganlagen“ kümmert sich der britische Hersteller JCB. Er zeigt in München unter anderem den im vergangenen Jahr neu auf den Markt gebrachten Radlader 457 Wastemaster. Die Maschine verfügt über einen neuen 7,7 Liter MTU Motor mit 193 kW (258 PS), der EU Stufe IV / Tier 4 F Emissionsstandards entspricht. Außerdem ist der Radlader mit der neuen CommandPlus-Kabine ausgestattet, die laut Herstellerangaben sehr gute Sicht, hohen Komfort, ergonomische Vorteile und fortschrittliche Lärmminderung bietet.

Premiere feiert auf der IFAT der neue Abrollkipper des auf Baulogistik- und Kommunalsysteme spezialisierten Herstellers Meiller. Der RS21 löst seinen Vorgänger RK20 im volumenstärksten Segment für dreiachsige LKW-Fahrgestelle mit zulässigen 26 Tonnen Gesamtgewicht ab. Bei der Neuentwicklung beschleunigt ein Schnellgang-Ventil sowohl das Aufziehen, als auch das Absenken aus der Kippstellung leerer und teilbeladener Behälter. Das System arbeitet vollautomatisch lastabhängig, Missbrauch oder Fehlbedienung sind laut Hersteller nicht möglich. Um das Fahrzeug zu schonen, werden die Behälter mit einer hydraulischen Endlagendämpfung positioniert. Da der RS21 deutlich flacher als sein Vorgänger gebaut ist, können problemlos hohe Container aufgesetzt werden. Gleichzeitig reduziert sich die Höhenlage des Fahrzeugschwerpunktes – eine Maßnahme, die die Fahrsicherheit verbessert. Das verringerte Eigengewicht kommt der Nutzlast und nicht zuletzt dem Kraftstoffverbrauch zugute.

Das Fahrzeugbau-Unternehmen Faun stellt in diesem Jahr gleich mehrere Produktverbesserungen an seinen Abfallsammelfahrzeugen vor. Neu sind die Liftervarianten an den Seitenladern Sidepress F3000 und CF1100. Der F3000 nimmt Großbehälter mit 3,3 m³ Fassungsvolumen über Gabeln auf, während der CF1100 über Kamm und Gabeln 1,1 Kubikmeter-Behälter entleert. Bei den Heckladern setzt Faun nach eigenen Angaben auf Verbesserungen im Detail. Themen sind Leichtbau, um die Nutzlast zu erhöhen sowie an Abfallsammelfahrzeuge angepasste Telematikanwendungen.

Als mobile Lösung, um bei Schüttgütern leichte Bestandteile von schweren zu trennen, bietet der Maschinenbauer Doppstadt den raupenmobilen, geländegängigen Windsichter Taifun an. Über ein Beschleunigungsband gelangt das Schüttgut zur Abwurfkante. Dort erzeugt ein Blasdüsensystem eine Aufwärtsluftströmung und trennt präzise Leichtes von Schwerem – nach Herstellerangaben bei sehr geringer Staubemission. Kombiniert mit einer Absaugung und einem Überbandmagnet können bis zu vier Fraktionen erzeugt werden. Der neue Windsichter eignet sich laut Doppstadt für das Separieren von Bauschutt, Baustellenmischabfall, Gewerbemüll, Glas, Holz und Kompost.

Weitere Informationen unter www.ifat.de.

Quelle: Messe München GmbH