5. Tag der Metallurgie: „Mindestmaß an verlässlichen Rahmenbedingungen bieten“

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Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle

Goslar — Unter der Schirmherrschaft der GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V. und der WVM WirtschaftsVereinigung Metalle findet zur Zeit der 5. Tag der Metallurgie in Goslar statt. Festredner war in diesem Jahr der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Björn Thümler. Er machte in seiner Rede deutlich, dass ein leistungsfähiger Industriestandort ohne eine starke Grundstoffindustrie nicht denkbar sei.

„Wer die Grundstoffindustrie in Deutschland halten will, der muss den Unternehmen ein Mindestmaß an verlässlichen politischen Rahmenbedingungen bieten – das gilt auch im Hinblick auf den Klimaschutz, zum Beispiel beim Emissionshandel“, sagte Thümler. „Es kann nicht richtig sein, mit immer mehr ordnungspolitischen und umweltpolitischen Vorgaben unsere heimische Grundstoffindustrie gegenüber ihren globalen Wettbewerbern zu schwächen.“

Auch WVMetalle-Präsident Harald Kroener mahnte, die Politik in Deutschland und Europa lege der heimischen Industrie die Steine oftmals selbst in den Weg. Als Beispiele nannte er die Debatte um den Marktwirtschaftsstatus China sowie die Energie- und Klimapolitik. „Auch der Klimaschutzplan 2050 ist wieder ein Standortgefährdungsprogramm. Der Prozess ist intransparent und eine Abschätzung, welche wirtschaftlichen Folgen die Maßnahmen für den Industriestandort Deutschland haben, fehlt völlig“, kritisierte Kroener.

Der Kaiserpfalzpreis der Metallurgie, der seit dem Jahr 2008 im Rahmen des Tages der Metallurgie verliehen wird, geht in diesem Jahr an ein Team der RWTH Aachen. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wurde am Abend zum fünften Mal in der Kaiserpfalz im Rahmen des Tages der Metallurgie in Goslar verliehen. Preisträger ist das Team der IME „Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling“ um den Institutsleiter Prof. Dr. Bernd Friedrich. Es erhält die Auszeichnung für das Forschungsprojekt „Prozessinnovationen zur kostengünstigen Erzeugung von Titanlegierungen aus Primär- und Sekundärrohstoffen“.

Quelle: WVM WirtschaftsVereinigung Metall