Nachhaltige Ziele: Rehau Gruppe kooperiert mit Tönsmeier Kunststoffe

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Quelle: Rehau Gruppe / Tönsmeier Karl Tönsmeier Entsorgungswirtschaft GmbH

Erlangen / Höxter — Die Rehau Gruppe und die Tönsmeier Kunststoffe GmbH und Co KG arbeiten künftig im PVC-Recycling und der Altfenster-Entsorgung zusammen. Das neue Unternehmen entsteht in Kooperation eines weltweit aktiven Polymerspezialisten mit einer der führenden Marken der Fensterbranche mit Sitz in Erlangen und einem europaweit tätigen Umweltdienstleister und Kunststoff-Verwerter mit Sitz im nordrhein-westfälischen Höxter.

Dazu beteiligt sich Tönsmeier – vorbehaltlich kartellrechtlicher Genehmigungen – finanziell an einem mehrheitlich von Rehau gehaltenen und kontrollierten Unternehmen, in das die bisherigen Aktivitäten der Tönsmeier-Gruppe beim Recycling von Kunststofffenstern eingebracht werden. Das neue Unternehmen wird unter dem Namen Dekura GmbH firmieren.

Die Dekura GmbH wird am Markt als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen agieren und an zwei deutschen Standorten (Höxter, Bad Schmiedeberg) sowie im österreichischen Tillmitsch mit insgesamt rund 170 Mitarbeitern präsent sein. Die drei Standorte – sowie die zugehörige Verwaltungs-, Einkaufs- und Vertriebsorganisation – werden in die Dekura integriert. Alle Beschäftigten an diesen Standorten sollen übernommen und in die neue Gesellschaftsstruktur überführt und die Niederlassungen mit gezielten Investitionen gestärkt werden.

Die Tönsmeier Kunststoffe GmbH & Co. KG bleibt an den Standorten in Herford sowie Börde-Hakel in der Sammlung und Aufbereitung von Polyolefinen, technischen Kunststoffen und PVC-Materialien aus Rohrprodukten tätig.

Mit diesem Schritt verfolgt Rehau nachhaltige Ziele. Schon in den 80er Jahren hatte das familiengeführte Unternehmen als eines der ersten seiner Branche ein bundesweites Rücknahme- und Recyclingkonzept für Fensterprofilabschnitte aus der Fertigung, aber auch für alte Kunststofffenster umgesetzt. Das seitdem gewonnene Know-how aus der Wiederverwertung, Aufbereitung und der Wiedereinbringung in den Wertstoffkreislauf soll jetzt dazu führen, den Recyclatanteil in der Fensterproduktion zu erhöhen und die CO2-Bilanz nachhaltig zu verbessern, wobei sich Rehau den Fortbestand der Erfahrungen und die Lieferkompetenz von Tönsmeier langfristig vertraglich gesichert hat.

Rehau steigert damit seine Materialkompetenz noch einmal deutlich. Denn das neue Unternehmen versteht sich nicht nur als stabiler Partner auf dem PVC-Recyclingmarkt bzw. als Lieferant für Sekundärrohstoffe. Rehau will über den Aufbau eines Kompetenz-Netzwerkes mit den Recyclingzentren, die bereits in der Rehau Gruppe existieren, sowohl die Qualität von Produkten der neuen Firma verbessern, als auch neue intelligente Produkte auf Basis von Recyclingmaterial forcieren.

Quelle: Pressebox / unn | United News Network GmbH