Anzeichen von Bodenbildung: HWWI-Index für Industrierohstoffe +3,8 Prozent

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Hamburg — Nach Monaten mit erheblichen Kursverlusten stieg im Februar der HWWI-Rohstoffpreisindex erstmals wieder deutlich. Nachdem der Index in den vorherigen vier Monaten um insgesamt 27,6 Prozent abgesunken war, ist dies das erste Monatsplus seit Oktober letzten Jahres und der höchste Monatszuwachs seit letztem Mai. Damit könnte sich nach dem Zwölfjahrestief im vergangenen Monat eine erste Bodenbildung der Rohstoffpreise andeuten.

Steigende Ölpreise ließen den Index für Energierohstoffe mit +3,6 Prozent (in Euro: +1,5 Prozent) anwachsen und bei Industrierohstoffen wurde mit +3,8 Prozent (in Euro: +1,7 Prozent) das stärkste Monatsplus seit Ende 2012 verzeichnet.

Mit dem stärksten Monatsplus seit Dezember 2012 ging es für Industrierohstoffpreise im Februar kräftig aufwärts. Allerdings vollzog sich der Anstieg von sehr niedrigem Niveau aus und der Index für Industrierohstoffe notiert weiterhin nahe seinem Siebenjahrestiefstand vom Januar. Dennoch nährt die neuerliche Aufwärtsbewegung die Hoffnung vieler Marktteilnehmer, dass die Talsohle des jahrelangen Preisverfalls erreicht sein könnte.

So stiegen die meisten Preise der sogenannten „harten Rohstoffe“ im vergangenen Monat. Mit Ausnahme von Nickel verteuerten sich sämtliche NE-Metalle; teilweise sogar mit zweistelligen Steigerungsraten wie bei Zink (+13,1 Prozent) und Zinn (+13,6 Prozent). Auch der Eisenerzpreis stieg um 12,2 Prozent und bewegt sich damit von den Tiefständen der letzten Monate hinweg. Verglichen mit den Preisen der letzten Dekade notiert allerdings auch Eisenerz weiterhin in einem historisch niedrigen Bereich.

Quelle: Hamburgisches WeltwirtschaftsInstitut