Umsatz auf neuem Höchstwert: Binder+Co 2015 mit deutlichen Zuwächsen

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Quelle: Binder+Co AG

Gleisdorf, Österreich – „Nach Abschluss des schwachen Geschäftsjahres 2014 haben wir alles daran gesetzt, wieder zu unserer alten Stärke zurückzufinden“, so Dr. Karl Grabner, Mitglied des Vorstands von Binder+Co. „Und das ist uns zum Teil auch gelungen: 2015 erzielte Binder+Co mit € 95,50 Mio. einen neuen Rekordumsatz, und unser Ergebnis konnten wir um 38 Prozent auf € 5,93 Mio. steigern. Zwar sind wir noch nicht ganz dort, wo wir hin möchten, aber wir sind einen wichtigen Schritt vorwärts gekommen.“

Binder+Co ist ein international erfolgreicher Spezialist für Maschinen und Gesamtanlagen für die Segmente Aufbereitungstechnik, Umwelttechnik und Verpackungstechnik. In den Bereichen Siebtechnik und Glasrecycling ist Binder+Co Weltmarktführer. Insgesamt zeichnet sich auf den für Binder+Co relevanten Märkten zaghaftes Wachstum ab. Die Investitionsneigung in den relevanten Branchen – speziell im EU-Raum – blieb 2015 zwar auf niedrigem Niveau und führte damit zu einer weiteren Verschlechterung der Ergebnismargen im Anlagenbau. Positiv entwickelte sich allerdings das Einzelmaschinengeschäft in den USA, vor allem in der Recyclingbranche. Zudem kam auch verstärkte Nachfrage aus der Grundstoffindustrie, wo der Kalibergbau weltweit für einen deutlichen Nachfrageschub sorgte. Im Bereich Verpackungstechnik ging zwar die Nachfrage aus der Petrochemie deutlich zurück, der Bedarf der Lebens- und Futtermittelindustrie blieb aber stabil.

Binder+Co erzielte 2015 einen Konzernumsatz von € 95,50 Mio. (2014: € 87,94 Mio.) und stellte damit einen neuen Umsatzrekord auf. Das EBIT stieg auf € 5,93 Mio. (2014: € 4,30 Mio.) ebenfalls deutlich an, erreichte allerdings noch nicht die Spitzenwerte aus früheren Geschäftsjahren. Die Gründe dafür sind ein scharfer Wettbewerb im europäischen Markt sowie die negativen Ergebnisbeiträge von drei in den letzten Jahren erworbenen bzw. gegründeten Tochtergesellschaften.

Umsatzzuwächse wurden in allen drei Unternehmens-Segmenten erzielt:

Das Segment Aufbereitungstechnik, das die Bereiche Sieben, Nass Aufbereiten, Trocknen und Zerkleinern abdeckt, war im Jahr 2015 durch eine Verschärfung des Wettbewerbs geprägt, die zu einer Reduktion der erzielbaren Margen führte. Zusätzlich beeinflussten Verluste aus den 100Prozent-Tochterunternehmen Comec-Binder S.r.l., Bublon GmbH und Binder+Co Machinery (Tianjin) Ltd. das Segmentergebnis negativ. Der Segmentumsatz belief sich auf € 47,08 Mio. (2014: € 46,58 Mio.) und trug damit 49,3 Prozent (2014: 53,0 Prozent) zum Gesamtumsatz bei. Das Segment-EBIT erreichte dank des ergebnisstarken Einzelmaschinen- und Ersatzteilgeschäfts € 2,09 Mio. (2014: € 1,01 Mio.). Mit € 42,72 Mio. blieb der Auftragseingang des Segments Aufbereitungstechnik im Berichtszeitraum unter dem Spitzenwert des Vorjahres.

Die Nachfrage nach den Produkten des Segments Umwelttechnik – es konzentriert sich auf Sortiermaschinen für Glas-, Papier- und Kunststoff-Recycling – zog im Geschäftsjahr 2015 vor allem in den USA wieder merklich an, was sich auch positiv auf die Ergebnisqualität auswirkte. In Summe lag der gesteigerte Umsatz bei € 23,23 Mio. (2014: € 18,87 Mio.) und der EBIT-Beitrag bei € 1,00 Mio. (2014: € 0,30 Mio.). Auch der Auftragseingang legte mit € 25,45 Mio. deutlich zu.

Das Segment Verpackungstechnik/Sonstiges erreichte im Geschäftsjahr 2015 einen verbesserten Umsatz von € 25,19 Mio. (2014: € 22,49 Mio.) und ein leicht reduziertes EBIT von € 2,84 Mio. (2014: € 2,99 Mio.). Ausgelöst durch den Verfall des Rohölpreises ging die Investitionsneigung im Bereich Petrochemie deutlich zurück, wodurch auch der Auftragseingang mit € 18,26 Mio. unter dem Vorjahreswert blieb.

Umsatzwachstum weiter fortsetzen

2015 erzielte die Binder+Co Gruppe 92,6 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Dabei stellte die Region Asien/Australien mit einem Umsatzanteil von 38,1 Prozent erstmals den größten Absatzmarkt dar, gefolgt von Westeuropa (ohne Österreich) mit 34,0 Prozent. Amerika steuerte 9,0 Prozent, Zentral- und Osteuropa (CEE und GUS) 6,7 Prozent und Afrika 4,8 Prozent bei.

Binder+Co geht davon aus, dass das Umsatzwachstum der kommenden Jahre zunehmend von Asien sowie von Nord- und Südamerika getragen sein wird. Gleichzeitig wird der Umsatz aus den Key- und Target-Accounts weltweit ausgebaut. Mit einem Auftragsstand von € 45,06 Mio. zu Jahresbeginn sollte es gelingen, das eingeleitete Umsatzwachstum 2016 weiter fortzusetzen.

Quelle: Binder+Co AG