BDSV: ProgRess II berücksichtigt die gesamte globale Wertschöpfungskette

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Windkraftanlagen (Foto: Kroll/Recyclingportal.eu)

Düsseldorf – Die BDSV Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling und Entsorgungsunternehmen e. V. begrüßt das heute von der Bundesregierung verabschiedete Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess II): Es enthält ein Denken in Stoffströmen aus einer Lebenszyklus-Perspektive und berücksichtigt die gesamte globale Wertschöpfungskette ab Rohstoffgewinnung.

Wirtschaften beruht auf dem Einsatz von natürlichen Rohstoffen. Die Ressourcen sind knapp, gleichzeitig steigt der Bedarf weltweit kontinuierlich an. Deutschland ist zudem bei Primärrohstoffen von Importen abhängig. Vorrangiges Ziel ist es, natürliche Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Dazu tragen die Mitgliedsunternehmen der BDSV entscheidend bei. Stahlschrott kann ohne Qualitätsverlust zu 100 Prozent recycelt werden und steht auch in Zukunft in ausreichendem Maß zur Verfügung, denn rund 75 Prozent des jemals produzierten Stahls sind heute noch in Gebrauch. Bei der Herstellung einer Tonne Stahl aus Stahlschrott wird der Abbau von 1,5 Tonnen Eisenerz vermieden und CO2-Emissionen von ebenfalls einer Tonne eingespart. Durch das Stahlrecycling werden in Deutschland jährlich mehr als 20 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Damit leisten Stahlrecycler einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele.

Die BDSV setzt darauf, dass die politischen Rahmenbedingungen erhalten bleiben, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Stahlrecyclingindustrie zu sichern. So würde beispielsweise ein künftiges Wertstoffgesetz mit einer Verstaatlichung der Schrotterfassung dem eindeutig entgegenwirken.

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.