Papierindustrie hält Produktion stabil: Branchen-Umsatz-Plus 2015 von 0,9 Prozent

570
Verladung von Papierrollen (Foto: Verband Deutscher Papierfabriken e.V.)

Frankfurt/Bonn — Die deutsche Papierindustrie hat im vergangenen Jahr ihre Produktion mit 22,6 Mio. Tonnen stabil gehalten. Bei leichten Verlusten im Bereich der grafischen Papiere verzeichnete die Branche über alle Sorten ein Produktionsplus von 0,3 Prozent, erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Moritz J. Weig, auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes. Das leichte Plus ist auf das anhaltende Wachstum in den Bereichen Verpackung und Hygiene zurückzuführen.

Der Umsatz der Branche stieg 2015 um 0,9 Prozent auf 14,4 Mrd. Euro. Motor der Branche war im vergangenen Jahr der Auslandsabsatz. Er legte um 1,2 Prozent zu, während der Inlandsabsatz nur ein Plus von 0,6 Prozent aufwies.

Der Abwärtstrend bei den grafischen Papieren hat sich mit einem Produktionsminus von 0,6 Prozent (2013 : 2014 = -0,4 Prozent) fortgesetzt, führte der VDP-Präsident aus. Dies sei jedoch deutlich besser als die mit minus 4,4 Prozent negative gesamteuropäische Entwicklung. Deutlich werde das z.B. bei der Produktion von Zeitungsdruckpapieren, die in Deutschland um 2,1 Prozent zulegte, in Europa hingegen um rund 7,4 Prozent zurückging. Deutschland profitiere im Wettbewerb von seinen hochmodernen Produktionsstandorten, die zunehmend die Versorgung in Europa übernähmen.

Positiv, so Weig in seiner Jahresbilanz, sei weiter das Wachstum bei Verpackungspapieren und –kartons (1,2 Prozent) sowie bei den Hygienepapieren (1,5 Prozent). An Spezialpapieren – der kleinsten und heterogensten Sortengruppe – wurden im vergangenen Jahr 3,4 Prozent weniger produziert. Hier fiel vor allem der Produktionsrückgang von Tapetenrohpapieren (-11 Prozent) ins Gewicht.

Quelle: Verband Deutscher Papierfabriken e.V.