AMAG Austria Metall AG : Zweistelliges Wachstum von Umsatz und EBITDA in 2015

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Bandfertigung (Foto: AMAG Austria Metall AG)

Ranshofen, Österreich – Die Geschäftsentwicklung der AMAG Austria Metall AG war im Jahr 2015 von einer deutlichen Verbesserung von Umsatz und dem operativen Ergebnis geprägt. Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG, kommentierte: „Umsatz und EBITDA legten im Vergleich zum Vorjahr jeweils im zweistelligen Prozentbereich zu. Mit unseren am Standort Ranshofen hergestellten Recycling-Gusslegierungen und Walzprodukten konnten wir eine deutliche Ergebnissteigerung erzielen und den aluminiumpreisbedingten Ergebnisrückgang unseres 20-prozentigen Anteils an der kanadischen Elektrolyse Alouette mehr als kompensieren.“

Der Umsatz der AMAG-Gruppe stieg um 11,0 Prozent von 823,0 Mio. € im Vorjahr auf 913,3 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)erhöhte sich um 10,5 Prozent von 114,7 Mio. € auf 126,7 Mio. €. Die AMAG erzielte im Geschäftsjahr 2015 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 57,6 Mio. € nach 59,0 Mio. € im Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Ertragssteuern lag mit 42,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 59,2 Mio. €, welcher von positiven Sondereffekten im Bereich der latenten Steuern und des Finanzergebnisses beeinflusst wurde.

Strategieprojekt „AMAG 2020“

Der Ausbau des Standorterweiterungsprojekts „AMAG 2014“ wurde im Jahr 2015 erfolgreich abgeschlossen. Den Lieferanten für die Hauptanlagen wurden die Abnahmen erteilt. Auch der Hochlauf verläuft planmäßig. Im Jahr 2015 wurden bereits rund 18.000 Tonnen qualitativ hochwertige Walzprodukte im neuen Werk produziert.

Ebenso sind auch die Arbeiten am Strategieprojekt „AMAG 2020“ weiterhin im Plan. Der Baubeginn des rund 55.000 m² großen Werks wird im Frühjahr 2016 beginnen. Die Inbetriebnahme wird im Jahr 2017 erfolgen. Das Strategieprojekt „AMAG 2020“ hat ein Gesamtvolumen von rund 300 Mio. € und wird die Produktionskapazität im Segment Walzen auf mehr als 300.000 Tonnen erhöhen. Insgesamt werden rund 250 weitere Arbeitsplätze am österreichischen Hauptsitz in Ranshofen geschaffen.

Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der AMAG: „Mit dem Bau unseres neuen Kaltwalzwerks sowie den weiteren Final- und Veredelungsanlagen entwickeln wir uns zu einem der weltweit modernsten und flexibelsten Standorte für Aluminiumwalzprodukte. Durch die Erweiterung unseres breit diversifizierten Produktportfolios hin zu Formaten von mehr als 2.000 mm Breite werden wir zum Komplettanbieter für Spezialprodukte in den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Sportartikel, Elektronik und Verpackung.“

Hohes Nachfragewachstum erwartet

Das Nachfragewachstum nach Aluminiumprodukten wird sich nach den jüngsten Prognosen des Marktforschungsinstituts CRU auch im Jahr 2016 fortsetzen. Für Primäraluminium erwartet CRU ein Wachstum der globalen Nachfrage von 5,0 Prozent. Die Nachfrage nach Aluminiumwalzprodukten soll im Jahr 2016 um 5,2 Prozent steigen.

Dieses hohe Nachfragewachstum bietet eine gute Grundlage für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2016. Die zukünftige Entwicklung des Aluminiumpreises ist ein wesentlicher Einflussfaktor auf das Ergebnis der AMAG-Gruppe. Aufgrund der erfahrungsgemäß hohen Volatilität des Aluminiumpreises ist eine Ergebnisprognose für das Jahr 2016 derzeit noch verfrüht.

Quelle: euro adhoc / APA ots