Prognos-Studie: Deutsche Industrie ist gut für die Zukunft vorbereitet

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Industrieanlage (Foto: © angieconscious /http://www.pixelio.de)

Berlin — Die deutsche Industrie verfügt insgesamt über sehr gute Voraussetzungen, um eine Führungsrolle in den Zukunftsfeldern und Leitmärkten einzunehmen und die Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern. Günstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sind dafür allerdings eine wesentliche Voraussetzung. Vor diesem Hintergrund ist es von entscheidender Bedeutung, zu identifizieren, welche Handlungsfelder für die Akteure der deutschen Industrie (Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften) bestehen und welche Handlungsoptionen sich daraus ergeben.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie zur „Lage und Zukunft der deutschen Industrie“, die die Prognos AG im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie verfasst hat. Darin identifiziert Prognos zentrale Leitmärkte der deutschen Industrie. Die Studie macht Transformationskraft und Folgen des digitalen Wandels sichtbar, identifiziert Herausforderungen und erarbeitet Handlungsempfehlungen für Politik und Unternehmen.

Die deutsche Industrie ist in vielen zentralen Punkten gut für die Zukunft vorbereitet. Sie ist international wettbewerbsfähig und stützt sich auf eine hohe Innovationskraft. Insbesondere in verschiedenen Maschinentechnologien sowie in Gesundheitstechnologien sind deutsche Industrieunternehmen im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Dadurch verfügt die deutsche Industrie über eine gute Basis, um von der künftig voraussichtlich global hohen Nachfragedynamik in den Leitmärkten Mobilität und Logistik, Umwelt und Klima, Energie- und Ressourceneffizienz sowie Gesundheit zu profitieren. Ein Schwachpunkt ist die geringe Forschungs- und Entwicklungsaktivität im Bereich digitaler Technologien. Diese weisen einen Querschnittscharakter auf und werden zukünftig in vielen industriellen Geschäftsmodellen eine zentrale Rolle spielen.

Auch in Zukunft wird die deutsche Industrie stark in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden sein. Die Handelsverflechtungen der deutschen Industrie mit Schwellenländern, insbesondere mit China, werden enger. Zwar verlieren Industrieländer als Handelspartner etwas an Bedeutung. Dennoch bleiben die Vereinigten Staaten und die Europäische Union sowohl als Absatzmärkte als auch als Vorleistungslieferanten wichtig für die deutsche Industrie.

Zu den Handlungsoptionen der deutschen Industrie gehören:

  • Zugang zu globalen Wachstumsmärkten
  • Kompetenz der Arbeitnehmer in digitalen Technologien
  • Bewusstsein für Chancen und Risiken des digitalen Wandels
  • Angemessene Datenschutz- und Datensicherheitsrichtlinien
  • Zukunftsfähige Infrastruktur
  • Innovationsfreundliches Umfeld
  • Fachkräfte sichern

Die vollständige Studie steht unter prognos.com zum Download bereit. 

Quelle: Prognos AG