Neues Ausschreibungsverfahren: Frankreichs Biogasbranche im Aufschwung

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Biomasse-Anlage (Foto: Kroll/Recyclingportal.eu)

Berlin — Die französische Biogasbranche stellt sich neuen Herausforderungen und hat in den letzten Monaten einen Aufschwung erfahren. Das geschah vor allem durch eine Erhöhung der Einspeisetarife von Biogas- und Photovoltaikanlagen, die am 1. Oktober 2015 in Kraft trat. Demnach stieg die Vergütung für Biogasanlagen mit einer Kapazität von maximal 500 kW je nach Anlagengröße und Anteil des aus tierischen Exkrementen bestehenden Substrats um 10 bis 20 Prozent.

Zusätzlich wurde nun Anfang Februar 2016 ein Ausschreibungsverfahren für die Biomethan- und Holzenergie-Branche gestartet. Die ausgeschriebene Leistung pro Jahr beträgt 50 MW für mit Holz befeuerte Anlagen und 10 MW für Biomethananlagen.Das Ausschreibungsverfahren ist auf drei Jahre begrenzt. Die Förderung erfolgt durch den französischen Direktvermarktungs-Mechanismus mit Zusatzvergütung, der Anfang 2016 in Frankreich eingeführt wurde.

Der Finanzierung von Biogasanlagen wird auch in Zukunft für eine positive Entwicklung der Branchen in Frankreich und Deutschland eine entscheidende Rolle zu kommen. In Deutschland existiert ein Direktvermarktungs-Mechanismus mit Zusatzvergütung schon seit einigen Jahren. Doch wie sehen die neuen Fördermechanismen für Biogas in Frankreich aus? Wie lässt sich die Direktvermarktung in Frankreich umsetzen? Welche Rolle spielt die Finanzierung bei der Entwicklung der Biogasbranche in Frankreich? Und welche Optimierungsmöglichkeiten gibt es?

Um diese Fragen zu beantworten, organisiert das Deutsch-französische Büro für erneuerbare Energien (DFBEE) am 3. März 2016 in La Défense/Paris in den Räumlichkeiten des französischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Meeresangelegenheiten eine Konferenz zum Thema „Entwicklung der Rahmenbedingungen, Direktvermarktung und Finanzierung von Biogasanlagen in Deutschland und Frankreich“.

Die Teilnahme an der Konferenz ist für Mitglieder des DFBEE, Behördenvertreter und Pressevertreter kostenlos. Die Teilnahmegebühr für Nichtmitglieder beträgt 350 € pro Person (zzgl. MwSt.). Weitere Informationen sind unter enr-ee.com erhältlich.

Quelle: Deutsch-französisches Büro für erneuerbare Energien