Recylex Gruppe: Konzernumsatz 2015 um 9 Prozent gegenüber Vorjahr gesunken

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Quelle: Recylex Gruppe

Suresnes, Frankreich — Die Recylex Gruppe hat die Zahlen für den Konzernumsatz zum 31. Dezember 2015 und für das vierte Quartal 2015 vorgelegt. Der Jahresumsatz beläuft sich auf 385,4 Millionen Euro, was einem Rückgang von 9 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 entspricht, bzw. auf 91,3 Millionen Euro im vierten Quartal 2015, was einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2014 entspricht. Während die negativen Umsätze in den Geschäftsbereichen Zink und Kunststoff sich im einstelligen Bereich bewegen, mussten die Geschäftsbereiche Blei und Spezialmetalle mit Einbußen von 10 bzw. 13 Prozent rechnen.

Yves Roche, Vorstandsvorsitzender der Recylex Gruppe, erklärte: «Die im Geschäftsjahr 2015 erzielte Leistung war durch die Auswirkungen der Wartungsstillstände in den beiden wichtigen Geschäftsbereichen Blei und Zink in der ersten Jahreshälfte geprägt, sowie durch die äußerst hohe Volatilität der Rohstoffkurse in der zweiten Jahreshälfte. Aus diesem schwierigen Umfeld resultierte ein Rückgang des Konzernumsatzes von 9 Prozent. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Fortführungsplans von Recylex SA im vergangenen Dezember setzt die Gruppe die weiteren erforderlichen Schritte für ihre Sanierung um. In diesem Rahmen wurden die Maßnahmen zur Wahrung der Liquidität verstärkt, und die Diskussionen im Hinblick auf die Suche nach einer globalen Finanzierungslösung für die deutschen Tochtergesellschaften werden fortgesetzt.»

Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Blei 73 Prozent des Konzernumsatzes. Zum 31. Dezember 2015 belief sich der Umsatz auf 281,8 Millionen Euro, was einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 entspricht. Das rückläufige Verkaufsvolumen in Zusammenhang mit dem Wartungsstillstand konnte durch den leichten Anstieg des durchschnittlichen Bleipreises im Berichtszeitraum nur zum Teil kompensiert werden. Die Produktion der Tochtergesellschaft Weser-Metall GmbH erreichte 2015 125 506 Tonnen, gegenüber 139 334 Tonnen im Vorjahr, was einem Rückgang von nahezu 10 Prozent entspricht.

Auf den Geschäftsbereich Zink entfielen im Geschäftsjahr 2015 17 Prozent des Konzernumsatzes. Der Umsatz belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 66,0 Millionen Euro; dies entspricht einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2014. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den äußerst starken Rückgang des Zinkpreises im zweiten Halbjahr 2015 zurückzuführen. Dank des kräftigen Volumenanstiegs bei der Produktion von Wälzoxiden konnten die negativen Auswirkungen des planmäßig durchgeführten Wartungsstillstands im zweiten Halbjahr ausgeglichen werden, nicht jedoch der starke Einbruch des Zinkpreises in diesem Zeitraum. Dennoch wurde bei der Produktion von Zinkoxiden aufgrund der besseren Geschäftsbedingungen eine stabile Leistung ausgewiesen.

5 Prozent des Konzernumsatzes entfielen auf den Geschäftsbereich Spezialmetalle. Der im Geschäftsjahr 2015 erzielte Umsatz verminderte sich gegenüber 2014 um 13 Prozent auf 20,5 Millionen Euro. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die geringeren Verkäufe von Germanium im Zusammenhang mit der Subunternehmerpolitik zurückzuführen, die für dieses Metall zusehends an Bedeutung gewinnt und einen wesentlichen Anteil der Aktivitäten dieses Geschäftsbereiches darstellt. Im vierten Quartal 2015 verzeichnete PPM Pure Metals GmbH aus denselben Gründen eine Umsatzeinbuße von 22 Prozent auf 4,7 Millionen Euro gegenüber 6,0 Millionen Euro im vierten Quartal 2014.

Im Geschäftsjahr 2015 entfielen 5 Prozent des Konzernumsatzes auf den Geschäftsbereich Kunststoff. Der Umsatz verzeichnete zum 31. Dezember 2015 einen Rückgang von 5 Prozent auf 17,1 Millionen Euro. In Frankreich führte die Ölpreisbindung zu tieferen Verkaufspreisen. In diesem Zusammenhang konnten die leicht rückläufigen Verkaufsvolumen in Frankreich durch die Zunahme der Verkaufsvolumen in Deutschland zum Teil kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 2015 blieb die Gesamtproduktion dieses Geschäftsbereichs mit 16 533 Tonnen rezykliertem Polypropylen stabil gegenüber den 16 609 Tonnen zum 31. Dezember 2014.

Recylex hat Niederlassungen in Frankreich, Deutschland und Belgien. Die Gruppe ist ein europäischer Spezialist für das Recycling von Blei und Kunststoffen (aus Kraftfahrzeug- und industriellen Batterien), dem Recycling von Zink aus dem Staub von Elektrostahlwerken, die Produktion von Zinkoxyden sowie von Spezialmetallen für die Elektronische Industrie.

Quelle: Recylex Gruppe