ForCycle: Neuer Ressourcen-Projekt-Verbund forscht für Rohstoffwende

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Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

München — Um Potentiale zur nachhaltigen Schonung wertvoller Ressourcen zu erforschen, hat Bayern den Projektverbund „ForCycle“ gestartet. Forschungsgruppen aus Augsburg, Bayreuth, Freising, München, Nürnberg und Regensburg werden vom Freistaat mit knapp 3 Millionen Euro unterstützt. Zum Start des Projektverbunds bekräftigte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber: „Ein zukunftsorientierter Umgang mit begrenzten Rohstoffen, wie Metallen oder Phosphor, ist eine der Schlüsselaufgaben dieses Jahrhunderts. In den vergangenen 30 Jahren steigerte sich der weltweite Verbrauch an Rohstoffen um 50 Prozent auf mittlerweile über 60 Milliarden Tonnen im Jahr. Deshalb müssen wir unseren Umgang mit natürlichen Ressourcen grundlegend ändern – wir brauchen eine Rohstoffwende.“

Im Rahmen des Projektverbundes werden aktuelle Forschungsthemen im Austausch mit Wirtschaftsunternehmen bearbeitet. Inhaltliche Schwerpunkte bilden strategische Metalle und deren Wiederverwendung sowie Kompositwerkstoffe mit verbesserten oder völlig neuen Materialeigenschaften, wie beispielsweise Carbonfaserstrukturen in der Automobilindustrie. Der Minister betonte: „Der Projektverbund leistet einen wichtigen Beitrag, um neue Wege für die umweltverträgliche und verantwortbare Verwendung von wertvollen Rohstoffen aufzuzeigen. Lösungsansätze können dazu beitragen, Ressourcen einzusparen und innovative Verfahren zu entwickeln. Das Forschungskonzept beruht dabei auf einer Betrachtung, die den gesamten Wertschöpfungsprozess eines Rohstoffs betrachtet. So können Recyclingprozesse und Wiederverwertungsstrategien optimiert werden.“

Folgende neun Projekte werden im Rahmen des Projektverbundes gefördert:

  • Koordinationsprojekt zum Projektverbund „ForCycle – Rohstoffwende Bayern“, Universität Augsburg
  • Ressourceneffiziente Faser-Matrix Separation für das Recycling von Carbonfaserstrukturen, Universität Augsburg
  • Auf-Reinigung von Gebrauchs- und Spezial-Gläsern zur Dissipationslimitierung und Rückgewinnung von Wertmetallen, Universität Bayreuth
  • Recycling von Metall-Kunststoffverbunden und Hybridwerkstoffen, Fraunhofer IVV Freising
  • Entwicklung einer Gesamtlösung zur effektiven Rückgewinnung von Buntmetallen aus Industrieabwässern, Ludwigs-Maximilians-Universität München
  • Recycling von Kompositbauteilen aus Kunststoffen als Matrixmaterial, Technische Hochschule Nürnberg
  • Produktgestaltung mit Sekundärrohstoffen in der Baustoff- und Keramikindustrie, Technische Hochschule Nürnberg
  • Niedrig schmelzende Zucker-Harnstoff Gemische zur Extraktion von Metallen und anderen Wertstoffen, Universität Regensburg
  • Neuartige biogene Hybridpolymere aus Cellulose und Chitin, Universität Regensburg zusammen mit Technische Universität München

Weitere Informationen sowie Projektbeschreibungen sind im Internet unter stmuv.bayern.de zu finden.

Quelle: Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Bayern