bvse begrüßt guten Ausgang des Altpapierstreits in Oldenburg

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Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

Oldenburg/Bonn — Ab April wird das Altpapier in Oldenburg wieder ausschließlich von der durch mehrere mittelständische Unternehmen getragenen Arge gesammelt. Die städtische Altpapiersammlung wird dann endgültig eingestellt. Zuvor hatte die Landeskartellbehörde Niedersachsen ihre Stellungnahme abgegeben: Diese besagt im Wesentlichen, dass die Behörde nicht tätig wird. Der Vertrag, den die Stadt Oldenburg und die Arbeitsgemeinschaft Duales System (Arge) im Rahmen des Mediationsverfahrens vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg ausgehandelt haben, kann damit umgesetzt werden, wie die Stadt Oldenburg offiziell mitteilte.

Damit bewahrheitete sich die Aussage von Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, der am 25. Januar gegenüber der Nordwest Zeitung „keinen vernünftigen Grund“ sah, warum eine Einigung aus kartellrechtlichen Gründen scheitern sollte.

Eric Rehbock: „Die Arge hat seit Jahrzehnten einen guten Job bei der Altpapiersammlung gemacht. Es war für uns von Anfang an unverständlich, warum die Stadt Oldenburg die gute Zusammenarbeit mit den Oldenburger Unternehmen aufkündigte. Bewährte und von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptierte Sammelstrukturen sind ein hoher Wert. Das sollte man nicht ohne Not in Frage stellen. Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung setzt sich für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kommunen und den mittelständischen Unternehmen vor Ort ein. Von daher haben wir uns von Anfang an dafür ausgesprochen, dass die Stadt sich mit den beteiligten Unternehmen an einen Tisch setzt.“

Rehbock hält res für gut , dass jetzt eine tragfähige Lösung gefunden wurde. „Eine Stadt und eine Region können nur erfolgreich sein, wenn Bürger und Wirtschaft gemeinsam an einer erfolgreichen Zukunft arbeiten. Es muss daher das gemeinsames Ziel von Kommunen und Privatwirtschaft sein, die Recycling- und Sekundärrohstoffwirtschaft zu stärken und zu fördern. Die nun gefundene Lösung ebnet wieder den Weg für eine faire Kooperation vor Ort. Das wird sich für Bürger, Kommune und Mittelstand gleichermaßen auszahlen.“

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.