Kasachstan plant ehrgeiziges Programm zur Abfallbehandlung bis 2050

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Astana, Kasachstan (Foto: ©Jewgenia Stasiok /http://www.pixelio.de)

Almaty, Kasachstan – Die moderne Recycling- und Entsorgungswirtschaft steckt in Kasachstan noch in den Kinderschuhen. Der größte Teil der kommunalen Abfälle landet unsortiert auf den landesweit rund 4.500 Deponien. Davon waren Mitte 2014 laut Regierungsangaben nur 307 offiziell genehmigt, und nur eine Anlage entsprach den geltenden Umwelt- und sanitären Standards, meldet Germany Trade & Invest.

Abfalltrennung und -verwertung sind noch kaum entwickelt. Es gibt keine Müllverbrennungsanlagen. Um dies zu ändern, hat die Regierung 2014 ein ehrgeiziges Programm zur Modernisierung des Sektors verabschiedet. Landesweit ist hierfür bis 2050 der Bau von 41 Müllverarbeitungsanlagen geplant. Trotz erster Fortschritte hemmen allerdings die niedrige Rentabilität, das Fehlen großer Player und die immer knapperen öffentlichen Kassen die Entwicklung der Branche.

Wie in Westeuropa soll der Sektor in Kasachstan zu einem rentablen Geschäftsfeld für private Unternehmen werden. Bislang ist dies jedoch kaum der Fall. Die Branchenfirmen klagen über die zu niedrigen Tarife für die Müllabfuhr und -entsorgung sowie zu wenig staatliche Unterstützung etwa bei der Finanzierung von Investitionen. Angesichts immer knapperer öffentlicher Kassen dürfte sich hieran vorerst kaum etwas ändern. Dennoch hat Kasachstans Abfallwirtschaft in den vergangenen Jahren erste Fortschritte erzielt.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest