Stilllegung der Asse als Wirtschaftsfaktor: Über 1.700 Stellen deutschlandweit

704
Quelle: Bundesanstalt für Strahlenschutz

Salzgitter — Die Ausgaben zur Stilllegung der Schachtanlage Asse haben im Jahr 2014 für den Erhalt von über 1700 Arbeitsplätzen deutschlandweit gesorgt. Diese Zahl geht aus einem aktuellen Wirtschaftsgutachten hervor, das Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, sowie Hans-Albert Lennartz, Kaufmännischer Geschäftsführer der Asse-GmbH, heute vorstellen. Die 1.700 Arbeitsplätze umfassen sowohl direkt bei der Asse-GmbH Beschäftigte als auch Stellen, die benötigt werden, um alle nachgefragten Dienstleistungen und Güter im Rahmen des Umweltprojektes zu erbringen.

„Im Vordergrund bei den Ausgaben der öffentlichen Hand zur Stilllegung der Asse steht zu Recht die Sicherheit der Menschen in der Region. Parallel eröffnen sich damit in einer strukturschwachen Region aber auch neue Möglichkeiten und Perspektiven“, sagt König. Als Vertreter des Gesellschafters hatte er die Asse-GmbH gebeten zu untersuchen, wie sich die Ausgaben auf die wirtschaftliche Situation auswirken. Das Gutachten erstellte das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW).

Mit wachsenden Aufgaben haben sich die Kosten im Projekt Asse von etwa 63 Millionen Euro im Jahr 2009 auf rund 117 Millionen Euro im Jahr 2015 fast verdoppelt. Damit stieg auch die Zahl der unmittelbar bei der Asse-GmbH Beschäftigten von 251 im Jahr 2009 auf aktuell 460 Mitarbeiter. „Die meisten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also zwei Drittel, wohnen zudem innerhalb der untersuchten Region und sorgen durch Konsumausgaben für weitere positive, wirtschaftliche Effekte“, sagt Hans-Albert Lennartz. Die untersuchte Region umfasst die Landkreise Wolfenbüttel, Peine, Gifhorn, Helmstedt und Goslar. Die Gutachter schätzen, dass Ausgaben der Mitarbeiter sowie nachgefragte Dienstleistungen und Güter der Asse-GmbH allein hier im Jahr 2014 zwischen 540 und 570 Stellen finanziert haben.

Eine Broschüre betitelt „Asse Einblicke 28“ kommentiert: „Die Stilllegung der Schachtanlage Asse wird noch mehrere Jahrzehnte Zeit in Anspruch nehmen. Und dass auch in weiter Zukunft Millionen Euro an Steuergeldern bewilligt werden, ist keine Selbstverständlichkeit. Vor allem nicht angesichts einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, bei der diejenigen zahlen, die das Problem nicht verursacht haben.“

Quelle: Bundesanstalt für Strahlenschutz