Zwölfjahrestief: HWWI-Rohstoffpreis-Index setzt jetzt Abwärtsbewegung fort

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex beginnt das neue Jahr, wie er das alte Jahr beendet hat: mit einem neuen Tiefstand. Die Rohstoffpreise befinden sich weiterhin auf Talfahrt. Im Januar fiel der Gesamtindex auf Dollarbasis um weitere 12,5 Prozent (in Euro: -12,4 Prozent) und erreichte damit seinen geringsten Stand seit Februar 2004. Erneut waren die Preisrückgänge bei Energierohstoffen ausschlaggebend. Der Index für Energierohstoffe sank um 16,5 Prozent (in Euro: -16,5 Prozent), aber auch der Index ohne Energie fiel im Januar um 1,6 Prozent (in Euro: -1,5 Prozent).

Industrierohstoffe verbilligten sich mit -0,8 Prozent (in Euro: -0,7 Prozent) im vergangenen Monat nur leicht. Die Preise für Industrierohstoffe gaben im Januar weiter nach und notierten damit weiterhin auf einem Niveau, das zuletzt in der Hauptphase der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 erreicht wurde. NE-Metall-Preise gaben im Januar erneut in der Breite nach. Der Kupferpreis sackte um 3,5 Prozent ab, Nickel gab um 2,4 Prozent nach und Zinn verbilligte sich um durchschnittlich 6,3 Prozent.

Die globale Überversorgung drückt weiterhin die Preise an den Metallbörsen. Zusätzlich belastet der ins Stocken geratene Wachstumsmotor China, welcher der Industrie über die vergangene Dekade hinweg steigende Nachfrage und hohe Preise beschert hatte. Einzig der Eisenerzpreis sowie der Preis für Stahlschrott konnten im Januar Preissteigerungen verbuchen. Der Preis für in Tianjin angelandetes Eisenerz stieg im Monatsdurchschnitt um 4,5 Prozent. Dieser jüngste Preisanstieg scheint aber unter Anbetracht des enormen Angebotsüberhangs im Markt nicht von Dauer.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)