Circul’R-Welttour für Kreislaufwirtschaft: 100 Initiativen, 22 Länder, 17 Monate

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Jules Coignard und Raphael Masvigner (Foto: Toulouse Business School)

Toulouse, Frankreich – Jules Coignard und Raphael Masvigner haben das Projekt Circul’R ins Leben gerufen und unternehmen seit März 2015 eine Weltreise für die Kreislaufwirtschaft. Diese einzigartige Welttour begann im März 2015, soll insgesamt 17 Monate dauern und die beiden Jungunternehmer in 22 Ländern führen. Hauptziel ist, 100 bedeutende Initiativen kennenzulernen und für die Kreislaufwirtschaft zu begeistern. Sinn und Zweck ist zu zeigen, dass mit der Kreislaufwirtschaft ein neues Wirtschaftsmodell im großen Maßstab möglich ist. Hierzu gehört die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und des Abfalls in Entwicklungsländern.

Erste vielversprechende Ergebnisse

Nach zehn Monaten im Herzen dieses neuen Wirtschaftsmodells – Europa, Afrika und Asien – sind die Eindrücke bereits sehr vielversprechend: Seit ihrer Abreise haben die beiden Jungunternehmer 90 Initiativen in 14 Ländern identifiziert. Sind die innovativen und interessanten Initiativen einmal identifiziert, sensibilisieren Jules Coignard und Raphael Masvigner das öffentliche Bewusstsein für die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Jede Reiseetappe wird in Form von Artikeln und Videoreportagen im Internet, in sozialen Netzwerken und in den Informationen von unterstützenden Partnern dokumentiert. Darüber hinaus finden in Universitäten Konferenzen und Debatten statt. Hier sollen sich unterschiedliche Projektentwickler zusammenfinden und miteinander über ihre Erfahrungen austauschen können. Darüber hinaus haben die Projektentwickler die Gelegenheit, mit Unternehmen in Kontakt zu treten, die bereit sind, einen Beitrag zur Entwicklung der Kreislaufwirtschaft zu leisten.

Kontakte in der Kreislaufwirtschaft knüpfen

Die Toulouse Business School unterstützt dieses Projekt und hilft ihrem Absolventen Jules Coignard, das Projekt voranzutreiben und Kontakte in der Kreislaufwirtschaft zu knüpfen. Coignard und Masvigner stehen in regelmäßigem Kontakt mit der TBS und profitieren vom internationalen TBS Netzwerk akademischer Partner für ihre Veranstaltungen und Konferenzen.

Seit Beginn ihrer Reise haben Jules und Raphael bereits spannende Projekte entdeckt. Sie identifizierten unterschiedliche Strukturen: Start-ups, Verbände oder Institutionen. So fanden sie beispielsweise das niederländische Unternehmen Interface, das recycelbare Teppiche produziert und damit 1 Milliarde € pro Jahr umsetzt. Oder den marokkanischen Verband Orange Blue, der eine 2500m² große Mülldeponie zu einem Permakultur-Park umgewandelt hat.

Eigenes Unternehmen geplant

Die Reise hat viele andere herausragende Beispiele für Initiativen aufgedeckt, die sich in sozialen oder ökologischen Projekten engagieren. „Diese Initiativen schaffen einen positiven sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Kreislauf. Und in südlichen Ländern verbindet sich die Kreislaufwirtschaft fast automatisch mit der Sozialwirtschaft ebenso wie die Innovation Hand in Hand mit der Armutsbekämpfung geht“, berichten die beiden Jungunternehmer.

Nach Abschluss der Reise im August 2016 soll das Sensibilisierungsprogramm mit zahlreichen Konferenzen und Interventionen im Rahmen von Veranstaltungen zu Umweltthemen, Workshops in den Partnerunternehmen und einer Ausstellung zum Projekt fortgesetzt werden. Schließlich werden Raphael und Jules ihr Know-how nutzen und ihr eigenes Unternehmen zur Unterstützung des Programms gründen. Es wird die Form eines Inkubators oder einen Fonds haben, der direkt Unternehmer und Unternehmen helfen wird, die ein mit der Kreiswirtschaft verbundenes Projekt entwickeln möchten.

Weitere Informationen sind unter circul-r.com erhältlich. Ein Video mit den beiden Gründern erklärt die Hintergründe des Circul’R Projekts.

Quelle: Toulouse Business School