Besserer Marktzugang für EU-Unternehmen bei öffentlichen Aufträgen in Drittstaaten

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EU Kommission (Foto: © Schmuttel / http://www.pixelio.de)

Bonn — Europäische Unternehmen sollen künftig besser an öffentlichen Ausschreibungen in Drittstaaten teilnehmen können. Hierzu hat die EU-Kommission jetzt ein neues Instrument vorgeschlagen, das die Diskriminierung europäischer Unternehmen durch restriktive Praktiken bei der öffentlichen Auftragsvergabe eindämmen soll.

Handelskommissarin Cecilia Malmström äußerte hierzu: „Ich bin der festen Überzeugung, dass ein offenes internationales Handelssystem auch das öffentliche Beschaffungswesen umfassen muss. Die Öffnung der Märkte ist gut für die Unternehmen und gut für die Verbraucher. Sie führt dazu, dass die Gelder der Steuerzahler wirksamer verwendet werden. Darüber hinaus trägt sie zur Bekämpfung der Korruption bei. Mit diesem neuen Vorschlag können wir zeigen, dass wir fest entschlossen sind, die Märkte für die Vergabe öffentlicher Aufträge weltweit zu öffnen.“

Geschlossene Beschaffungsmärkte schwächen den Wettbewerb und die Transparenz, steigern die Kosten für öffentliche Güter und Dienstleistungen für den Steuerzahler und erhöhen außerdem das Korruptionsrisiko. Die Öffnung von Märkten außerhalb der EU für europäische Unternehmen würde nach Einschätzung der Kommissarin zu Einsparungen bei öffentlichen Mitteln führen und damit eine Win-Win-Situation für die Beschäftigung und das Wachstum in der EU und für das Land bieten, das die Aufträge vergibt.

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.